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Jason Statham spielt erneut die Rolle des Frank Martin, der seinen lebensgefährlichen Job als Transporter aufgegeben hat und sein Geld nun als Chauffeur verdient. Doch dann wird der Sohn seiner Auftraggeber entführt und mit einem tödlichen Virus infiziert, woraufhin Statham beschließt, die Entführer zu jagen und den Jungen zu befreien.

Hirnloses Action-Kino muss nicht unbedingt ein großer Aufreger sein und deshalb zwangsläufig schlecht unterhalten, es kann auch richtig Spaß machen. Und gerade "Transporter - The Mission" ist ein gutes Beispiel dafür, wie man mit einer bunten Kulisse, Action nonstop, brauchbaren Darstellern und einem Mindestmaß an Story bestens unterhält.

Im Wesentlichen ist dies der Verdienst von Regisseur Louis Leterrier, der auch schon beim Original Regie führte. Das Tempo hält Leterrier dabei konstant hoch und lässt den Film zu keinem Zeitpunkt Leerlauf produzieren. Der Schnitt ist extrem schnell und auch die nervenaufreibende, rasante Spannungsmusik kurbelt das Tempo noch weiter an und garantiert einen guten Unterhaltungswert. Mit einem Budget von rund 32 Millionen Dollar stellt Leterrier bessere und mehr Action-Sequenzen zusammen als drei- bis vierfach so hoch budgetierte Blockbuster und findet eine gute Mischung aus halsbrecherischen Verfolgungsjagden, stark choreographiertem Nahkampf und Pyrotechnik vom Feinsten mit großen Explosionen und ein paar gelungenen Computer-Tricks. Die Kulisse ist perfekt in Szene gesetzt und hat mit der auffälligen Farbgebung und den gelungenen Kamerafahrten ebenfalls einen hohen Schauwert. Hinzu kommen noch die hervorragende Ausstattung und die zu jedem Zeitpunkt gute Optik.

Die wenigen gelungenen Wendungen (genau genommen sind es zwei) sind gut getimt und ansonsten verschwendet Leterrier so gut wie gar keine Zeit mit seiner handlungsarmen und vollkommen hirnrissigen Story und verhindert so jeden Ansatz von Langeweile, auch wenn die Stupidität der Handlung stellenweise leicht übertrieben ist. Dramatik wird nur ansatzweise erzeugt und auch Spannung kommt bei der blassen Atmosphäre kaum auf, aber mit einem bisschen Humor erhält "Transport - The Mission" auch so den letzten Schliff und kommt auf einen überdurchschnittlichen Unterhaltungswert. Starkes Popcorn-Kino für ein Budget von 32 Millionen Dollar: Dass können nur wenige Regisseure, gut also, dass Leterrier mit "Unleashed - Entfesselt" und "Der unglaubliche Hulk" dem Genre treu blieb.

Nach "Ghosts of Mars" und "The Transporter" lässt es Jason Statham einmal mehr ordentlich krachen und zeigt sich in sämtlichen Action-Szenen stark wie eh und je. Mit seiner kantigen und kernigen Art passt er erneut sehr gut in die Rolle des knallharten Transporters, zeigt sich aber teilweise, vor allem in Gegenwart des Jungen auch mal von seiner emotionalen Seite und zeigt, dass er auch darstellerisch durchaus Talent hat. Der übrige Cast ist ebenfalls gut.

Fazit:
Trotz der stupiden Story unterhält "Transporter - The Mission" mit seinen hervorragenden Action-Szenen, die überaus wohlwollend dosiert sind, den guten Darstellung von Jason Statham, einem extrem schnellen Erzähltempo und der berauschenden Optik von Anfang bis Ende und ist für alle Fans des Popcorn- und Action-Kinos zu empfehlen.

72%

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