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James Foleys top-besetztes Gangsterdrama basiert auf wahren Begebenheiten, die sich im Jahr 1978 in Chester County (Pennsylvania) zugetragen haben. Es ist die Geschichte eines in ärmlichen Verhältnissen aufgewachsenen Jungen an der Schwelle zum Erwachsensein (Sean Penn), der sich in ein 16jähriges Mädchen (Mary Stuart Masterson) verliebt, während er seinem Vater (Christopher Walken) nacheifert, einem höchst erfolgreichen Gangster, der sich bislang kaum um ihn & seinen Bruder (Chris Penn) gekümmert hat. Als es zu ernsten Schwierigkeiten kommt, stellt sich die Frage: Ist Blut tatsächlich dicker als Wasser?

Foley erzählt die Geschichte langsam & (etwas zu) nüchtern, baut sie bedächtig & präzise auf, fängt die triste Stimmung ebenso gekonnt ein wie die Hoffnungen der jungen Protagonisten, die brutal zerschmettert werden. Penn & Walken bieten großes Schauspielkino, wobei letzterer die Nase vorn hat, nicht zuletzt aufgrund seiner gewaltigen Ausstrahlung. Der Mann ist Charisma auf zwei Beinen. In Nebenrollen spielen, nebst einigen bekannten Gesichtern (denen ich keine Namen zuordnen kann), Kiefer Sutherland, David Strathairn, Millie Perkins & Crispin Glover. Das Einzige, was ich dem Film vorwerfen muss, ist, dass es ihm an Intensität mangelt. Denn obwohl da im letzten Viertel ganz grauenhaftes geschieht, hielten sich bei mir die Emotionen in Grenzen.

7,5/10

PS: Die erste Zeit habe ich gerätselt, woher ich das musikalische Hauptthema des Films kenne, bis nach etwa einer halben Stunde der Groschen gefallen ist: Das ist doch tatsächlich eine Instrumental-Variante von Madonnas Live To Tell aus ihrem True-Blue-Album.

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