Auf dem Gelände einer englischen Universität schlägt ein Meteorit mit tödlicher Fracht ein, die aus einem Monster und einer Menschenfrau besteht, die sich sogleich in dem unterirdischen Labyrinth unter dem Universitätsgelände verstecken. Der Hausmeister der Uni sammelt in dem Einschlagsloch die verbleibenden, schön glitzernden Meteoritensplitter ein, um sie als Talisman an Bändern den weiblichen Studenten zu schenken. Natürlich ist man neugierig und möchte das weit verzweigte, unterirdische Tunnelsystem erkunden. So verschwinden schon die ersten Menschen spurlos, was Inspektor Moore auf den Plan ruft, der sogleich Ashley, einen der Lehrer an der Uni in Verdacht hat, für das Verschwinden der Leute verantwortlich zu sein.
Von den Briten ist man ja eigentlich einen gewissen Standard im Horrorbereich gewohnt, der zwar nicht immer begeistert, aber zumindest immer ein gewisses Maß an Professionalität beinhaltet. Breeders allerdings scheint sich doch eher an amerikanische Billigschnellschüsse zu orientieren, zumal man mit Todd Jensen ja auch einen Ami in die zentrale Position gehievt wurde und das Ganze ja auch in Boston spielen soll. Hier gehen ein schmales Budget und ein konfus wirres Drehbuch zwar nicht gerade eine unheilige Allianz ein, aber von fesselnder SciFi Action ist man aber doch weit entfernt.
Da kracht dann da mal eben ein Gummimonster aus dem All nebst einem entführten Mädel mit ramponierter Gesichtshälfte und lederkorsettierten Möpsen in eine Mädchenschule und der Lustmolch von outer Space erfüllt sich den Traum eines jeden männlichen College Studenten und schwängert all die Mädels zur Erhaltung seiner aussterbenden Art. Da ist dann nur die Grundstory, mit Verlaub, ziemlich blöde, sondern dies setzt sich auch weiterhin fort und kombiniert mit seltendoofen Dialogen muß man sich wirklich manchmal fragen welchen Geisteszustand der Drehbuchautor zeitweise gehabt haben muß.
So befinden sich unter dem College riesenhafte Katakomben, in der erstmal eine Spezialeinheit der Polizei ihr Leben lassen muß. Die haben es aber auch verdient, denn sie gehen zu siebt herein und der Sergeant befiehlt die Aufteilung in Zweiergruppen. Danach werden die Studentinnen mittels Kristall zu einer Art Zombies verwandelt, zwecks Eiausbrütung, während zwischendrin der offenbar einzige Lehrer weit und breit mit einer Studentin, mit der er ein recht offenherziges Verhältnis pflegt, den Retter spielen muß. Und ja, es ist wirklich alles so doof, wie es sich hier anhört.
Das Monster selbst ist zumindest in der Nahaufnahme recht gelungen, denn da erkennt man zumindest die nett schleimige Haut recht gut. Anders sieht es dann aber in der Totalen aus, denn hier fällt auf das die Bewegungsmöglichkeiten in dem Gummianzug doch stark eingeschränkt sind. Vermutlich sieht man den Alien deshalb so selten direkt und das auch nur in der zweiten Halbzeit.
Sinn macht die ganze Nummer vorne und hinten nicht. Die Darsteller sind bestenfalls Mittelmaß und das am Ende die Möglichkeit einer Fortsetzung in den Raum gestellt wird, macht mir ein wenig Angst, aber ganz verdammen will ich Breeders dann auch nicht. Es gibt ein paar lichte Momente in den dunklen Gängen beispielsweise, aber das Gesamtpaket ist doch eher schwach.
3/10