"Die Insel" ist ein cooler Science Fiction/Actionthriller über menschliche Klone, die als "Ersatzteillager" herhalten dürfen.
Der Film beginnt zunächst mal recht gemächlich mit der Einführung der beiden Hauptcharaktere und einiger Nebendarsteller und ist recht dialoglastig. Im Gegensatz zu so manch anderem Thriller sind die Dialoge aber durchweg unterhaltsam und die Story ist so spannend, dass man von der ersten Minute an gebannt vor der Leinwand sitzt und mit Lincoln mitfieber kann. Action setzt dann erst in der zweiten Filmhälfte ein, wenn die beiden Klone auf der Flucht sind. Dann wird die Handlung etwas mehr in den Hintergrund gerückt und es gibt massig PG13-CGI-Action zu bestaunen, die aber nicht billig wirkt. Eine (unabsichtliche?) Referenz an "Star Wars" gibt's mit den fliegenden Polizeibikes, die sich wie die Pod-Racer aus Episode I anhören. Bis zum Ende des 2-stündigen, überaus kurzweiligen Films reisst die Action dann nicht mehr wirklich ab. Erst das obligatorische Happy End - alle Klone dürfen die langersehnte Freiheit genießen - setzt dann noch mal einen letzten Ruhepunkt.
Gesellschaftskritik gibt's vor allem in der ersten Stunde zu sehen und hören, diese verliert sich aber dann im weiteren Verlauf des Films. Schauspielerisch können sowohl die beiden Hauptdarsteller Ewan McGregor und Scarlett Johansson als auch einige Nebendarsteller überzeugen. Die Action besteht zwar fast nur aus Computereffekten, ist aber zumindest so gut gemacht, dass man es nicht auf den ersten Blick gleich sehen kann.
Fazit: Ein überaus spannender Science Fiction/Actionthriller, den man sich nicht entgehen lassen sollte und der eines der Highlights der diesjährigen Kinosaison darstellt.
9 von 10 Punkten