Fantastisches im Viererpack
Man hat es als Wissenschaftler auch nicht immer einfach: Da bettelt Reed Richards zunächst bei seinem ehemaligen Studienkollegen Viktor Von Doom um Finanzierungshilfe eines Forschungsprojekts im All, nur um dann festzustellen, dass seine ehemalige Freundin Susan Storm ebenfalls Teil des Teams sein wird.
Zusammen mit seinem Freund Ben Grimm und Susans Bruder Johnny sollen diverse Messungen an einer kosmischen Strahlung vorgenommen werden. Dumm nur, dass die zeitliche Kalkulation nicht so ganz stimmt und die Wolke wesentlich früher als errechnet die Raumstation erreich.
Scheinbar gelingt es gerade noch rechtzeitig, die Mission abzubrechen, doch kurze Zeit später auf der Erde machen sich merkwürdige Veränderungen an den Körpern der Vier bemerktbar. Reed ist flexibel wie Gummi, Johnny kontrolliert Feuer, Susan kann sich unsichtbar machen und Ben wird zu einer Steinkreatur.
Eigentlich kann das kein dauerhafter Zustand sein und so wird fieberhaft nach einer Möglichkeit gesucht, die Mutation umzukehren. Allerdings hat auch Viktor eine Portion Strahlung abbekommen und will nun ordentlich auf den Putz hauen. Das müssen die Fantastischen Vier natürlich verhindern.
Mit Fantastic Four erschien Mitte der 2000er Jahre eine weitere Comicverfilmung aus dem Marveluniversum, die als durchaus gelungen bezeichnet werden kann. Anders als Spiderman hält man sich nicht lange mit Charaktervorstellungen und Hintergrundgeschichten auf, sondern macht das einzig Richtige, was bei einer Comicadaption angebracht ist - in die vollen zu gehen.
Die Story ist dabei selbstredend eher dünn ausgefallen und die Charaktere bleiben überwiegend flach - nur Ben Grimm wird ein wenig detailierter beleuchtet - aber genau das macht den Film zu einem 1a Popcornkandidaten. Man kann einfach das Geschehen genießen und auch über den ein oder anderen lockeren Oneliner lachen. Die Kabbeleien zwischen Thing und Torch sind diesbezüglich eine gute Quelle.
Spezialeffekte gibt es natürlich hier en masse und die meisten stammen aus dem Computer. Es sieht spektakulär aus, wenn die Helden ihre speziellen Fähigkeiten auspacken. Das ist für mich dann aber auch der einzige wirkliche Kritikpunkt, denn wirklich viel Handgemachtes findet sich leider nicht in dem Film. Was auf der anderen Seite aber auch verständlich ist, schließlich wollte man der Comicvorlage möglichst nahe kommen.
Wer Anspruch und gute schauspielerische Leistungen erwartet ist hier falsch. Comicfans kommen auf Ihre Kosten und werden über die gesamte Laufzeit gut unterhalten.