Und noch einer dieser Actionklassiker mit Arnold Schwarzenegger aus den 80ern, diesmal in einer ungewöhnlichen, sehr humorvollen Rolle als russischer Miliz, der von keinem geringeren als „Dem Prinzipal“ James Belushi genervt wird. Die Aufsicht über Kalten krieg hat Walter Hill, der schon für klassische Actionkomödien wie „Nur 48 Stunden“ auf sich aufmerksam gemacht hat.
Polizist Danko (ironisch: Arnold Schwarzenegger) jagt in Moskau den georgischen Drogenschieber Rosta (finster: Ed O´ Ross). Bei einem Feuergefecht stirbt sein Partner, und Rosta schafft es, in die Staaten zu flüchten. Dort wird er wegen eines belanglosen Deliktes geschnappt und man informiert die Russen über dessen Einbuchtung. Danko wird vor den Vorhang geschickt, um ihn Rosta möglichst diskret heim zu holen. Zusammen mit dem zerknautschten Großmaul-Cop Art Ridzik (lustig: James Belushi) will Danko den Bösewicht zum Flughafen bringen. Doch die Eskorte wird von Rostas neuer Connection, den „Cleanheads“, überfallen; dabei stirbt Ridziks Partner und Rosta kann entkommen. Um ihn wieder zu finden, müssen sich die beiden gegensätzlichen Polizisten, die sich absolut nicht leiden können, irgendwie zusammenraufen...
Hierbei kam ein absolut unterhaltsames Buddie-Movie bei heraus, an dem man Hills Talent und Übung für solche Motive schnell erkennen kann. Die Action geht zur Sache, der Humor belustigt den Zuschauer durch flotte Sprüche, Ost/West-Ironie und die erstklassigen Hauptdarsteller, die gegensätzlicher nicht sein könnten. Arnie mimt einigermaßen glaubwürdig den knallharten Russen mit Eisenstirn, der seine Mission um jeden Preis erfüllen will, während Ausschnittglotzer Belushi hingegen der schlampige, aber dennoch liebenswürdige amerikanische Counterpart bleibt. Dazu gibt es einen reißerischen, passenden Score von Almeister James Horner, erstklassige Verfolgungsjagden sowie ein gehobenes Maß an Spannung bis zum Ende. Hintersinnig wenn auch sehr offensichtlich plädiert man hier für mehr Toleranz in einer heiklen Zeit, ohne eine der beiden Nationen zu ernst auf die Schippe genommen wird. Im Vordergrund bleibt die Jagd auf einen fiesen, skrupellosen Verbrecher, der vor nichts zurückschreckt – und die persönliche Freundschaft, die daraus entsteht. Meine Güte, bitte nicht mit den Augen rollen, während der Streifen flimmert, ist doch alles nicht wirklich ernst zu nehmen. Immerhin gesellt sich hier zu den beiden Hauptakteuren noch ein kleines Starensemble auf die Bühne: Peter "Wizard" Boyle als Polizeichef, Gina Gershon als Tanzlehrerin oder Laurance Fishbourne als Streber-Cop.
Lieber im Flair der 80er Jahre baden und alles rundherum genießen, um einen kurzweiligen Actionstreifen hoher Güte zu erleben.