Review
von Leimbacher-Mario
Sowjet(M)un(it)ion
Arnie als russischer Supercop auf Besuch in den Staaten, wo er einen geflüchteten Sowjet-Gangster dingfest machen will, der in der Heimat eiskalt seinen Partner ermordet hat. Angekommen im Land der unbegrenzten Möglichkeiten bekommt er einen quasselnden US-Cop an die Seite gestellt, um den Fall nun im schwülen Chicago zu lösen und den bösen Jungs endgültig richtig einzuheizen...
Egal ob in der Vita von Altmeisterregisseur Walter Hill oder von Schwarzenegger, egal ob als Buddy-Cop-Actioner oder als 80er-/Cold War-Vehikel der Annäherung - „Red Heat“ neigt immer etwas dazu, unterzutauchen. Dabei macht die Paarung Belushi/Arnie durchaus Lärm, sowohl Bodycount und Härte wie Augenzwinkern und Bromance stimmen auffällig gut. Es wurde zum Teil an echten russischen Wahrzeichen gedreht, es ist immer noch ohne Zweifel Arnie in Topform und Belushi schlagfertig wie nie. Zudem gibt es einige bekannte Gesichter in Nebenrollen (Fishburne, Gershon, Boyle) und das Finale haut munter auf die Pauke mit einem legendären, funkensprühenden Busduell. Auch der Score kann was und Hill ist einfach ein Experte in dieser Nische (ich sage nur „48 Hours“). Aber das Herz bleibt die Verbindung der beiden maximal unterschiedlichen Cops - und deswegen komme ich zu „Red Heat“ immer wieder gerne zurück. Ein vorbildliches, krachendes Kind (s)einer Zeit auf der Kippe. Und die neue 4K-Blu-Ray ist Edelsahne und wohl auf ewig die ultimative Veröffentlichung des Titels.
Fazit: einer der wortwörtlich cooleren und härteren Buddy-Cop-Actioner seines Jahrzehntes. Und da gab es einige herausragende Titel. Walter Hills „Red Heat“ kann oft genug mit den besten im Ring mithalten. Schwarzenegger in high gear, Belushi ebenfalls hervorragend aufgelegt. Ein ungleiches Duo mit exzellenter Chemie. Da kracht's im Gebälg!