Hier haben wir wieder einen guten alten Arnie-Streifen aus den 80ern, wo so manches noch besser war. So auch Arnies Filme. Und in "Red Heat" gibt es die Völkerverständigung mal auf die achtionreiche Tour.
Der russische Cop Ivan Danko (Arnold Schwarzenegger) ist hinter dem weltweit gesuchten Drogendealer Victor Rosta (Ed O'Ross) her. Nachdem Rosta Dankos Partner ermordet hat, folgt Danko ihm nach Amerika, wo dem pflichtbewussten Russen ein Partner zugeteilt wird: Art Ridzik (James Belushi) ist der kaputteste Bulle von ganz Chicago, verrückt, ausgeflippt und, wie Danko glaubt, absolut untauglich. Ridzik hingegen wird aus Danko nicht schlau, der keine Hamburger mag und dessen versteinerte Miene nicht zu einem Lächeln zu bewegen ist. Beide Männer täuschen sich ineinander. Nun müssen sie es mit Rosta und seinen Verbündeten, der afroamerikanischen Cleanhead-Gang, aufnehmen, denn Rosta plant Drogen nach Russland zu schleusen...
Arnold Schwarzenegger (Der City-Hai) passt zu dem Charakter des Ivan Dankos. Wie er, kann auch Arnie kaum eine Miene verziehen. Eiskalt geht er gegen Rosta und die Cleanheads vor. James Belushi (Der Prinzipal) ist da schon etwas anders. Er sorgt für die komischen Einlagen des Films und die Chemie zwischen ihm und Arnie stimmt hier einfach. Ed O'Ross (Universal Soldier) gibt einen schmierigen Schurken ab, dem man die Boshaftigkeit nahezu ansieht. In Nebenrollen sind noch Gina Gershon (Face/Off) als Rostas Frau Cat Manzetti und Laurence Fishburne (Event Horizont) zu sehen.
Die Action ist in "Red Heat" aller erste Sahne. Brutal und knallhart, wie es sich für die 80er gehörte. Höhepunkte sind hierbei die Apartment-Schießerei, wo Arnie mit der 44er Magnum gegen die Cleanheads vorgeht und dabei mehr Kugeln verballert, als es gewöhnlich in so einem Revolver gibt, und die Verfolgung der Transe im Krankenhaus, die dann auch per 44er ins Jenseits befördert wird. Die zufrieden stellende Story sorgt dann noch für die gewisse Spannung. Erotik gibt es kaum, lediglich Gina Gershon versprüht etwas Erotik. Auch wenn in "Red Heat" einige Russen-Klischees aufgegriffen werden, ist der Film ein von Walter Hill (Last Man Standing) gut inszeniertes Buddy-Movie.
Am besten guckt man sich den Film in der ungeschnittenen Fassung (wobei die 16er-Fassung von Videoplay auch in Ordnung geht) an und gönnt sich beim Angucken eine Pizza sowie eine Cola.