Will Stronghold trägt eine schwere Last auf den Schultern. Als Sohn der beiden weltgrößten Superhelden, dem Commander und Jetstream werden von ihm große Dinge erwartet. Doch Wills Superkräfte lassen auf sich warten. Als er an die Sky High kommt, die Schule für Superhelden-Kinder, wird er vom Coach prompt zum Sidekick degradiert. Als ein finsterer Gegner sich zum Angriff bereit macht, erhält Will die Chance, doch noch zu zeigen, was in ihm steckt.
Im Zuge des allgemeinen Superheldenbooms schickt nun auch Walt Disney einen neuen Vertreter ins Rennen, allerdings eher in der Prä-Helden Ära angesiedelt. Hauptdarsteller und Chefprotagonist ist der 14jährige Will, seines Zeichens Kiddie der größten Superhelden seiner Zeit (die aber seltsamerweise eine Tarnexistenz als Immobilienmakler führen, aber bei ihren Einsätzen ohne Maske arbeiten, seltsam) und demzufolge unter enormen Erfolgsruck, als in der Superhero School Sky high die neuen Schüler je nach ihren Kräften zu Helden und Heldenhelfern (ist gleichzusetzen mit Losern) eingeteilt werden.
Die Story spielt sich allerdings wie jede beliebige andere Highschool Komödie, ob es sich jetzt um einen Heldensohn ohne Superkräfte handelt oder sonst einen x-beliebigen Loser von Straße macht keinen großen Unterschied. So geht es hier dann auch den vorgeschriebenen from Zero to Hero Pfad mit den üblichen Wegpunkten wie falsche Freunde, tyrannische Mitschüler, erste Liebe, Rivalen etc. etc.
Allerdings ist dieses disneykompatible Coming of Age Werk nicht ganz so extrem mit Puderzucker übergossen und der Humor ist meistens durchaus gelungen. Die Hauptdarsteller leisten gute Arbeit und sogar die Teeniedarsteller sind einigermaßen sympathisch gezeichnet. Besonders beeindruckend ist allerdings die Tricktechnik. Was Disneys Studios dann an Special FX auffährt ist wirklich klasse, vor allem wenn man bedenkt das es sich "nur" um eine kleine Schulkomödie handelt.
Allerdings krankt das ganze durch einen ziemlich lahmen Mittelteil, in dem sich die notwendigen Klischees ein wenig zu sehr konzentrieren und die guten Jokes zu sehr in den Hintergrund treten.Das Finale wenigstns ist wieder nett anzusehen, inklusive plötzlich auftretendem Baby Boom. Zwar ist die ganze Geschichte lediglich ein Cocktail aus der X-Men Academy, mit einer Prise Harry Potter und einen Schuß Fantastische Vier (also die Superhelden jetzt, nicht die schwäbische Band), aber alles wird doch recht liebevoll inszeniert. Einige gute Lacher sind auch mit dabei. Sky High kann man sich auch als Erwachsener locker geben.
6/10