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Gelungenes B-Movie. Combs wieder als Mad Scientist, Forsythe mal nicht als Widerling, sondern Held wider Willen

Es gibt den Wolfman, Wasp Woman, Spider-Man, Batman, es gibt sie alle, da musste ein "SharkMan" zwingend noch ausgebrütet werden. Den B-Horror-Erschaffern gehen die Ideen nicht aus, hier ist sogar mal wieder eine Umsetzung relativ gelungen.
"Re-Animator" Jeffrey Alan Combs (kein herausragend guter Schauspieler, aber ein "Typ") ist prädestiniert für die Mad Scientist-Rolle - und die gibt er hier abermals: Als fieser Erschaffer des Haiwesens, welches er (aus, wie aus der Handlung zu ersehen, verständlichen Gründen) in sein böses Herz geschlossen hat und auf einer schönen aber gefährlichen Insel vornehmlich mit jungen, verwirrten Frauen verköstigt.
William Forsythe, hier mal nicht in der Rolle des ausgesuchten Widerlings, wirft sich einigermaßen heldenhaft ins Zeug, um dem irren Wissenschaftler, dessen schießwütigen Schergen und dem immer ungemütlicher werdenden Haimann heimzuleuchten. Dabei wirkt Forsythe, trotz seiner dezent über den Gürtel hängenden Plauze, die auch im schlimmsten Kugelhagel unversehrt bleibt, zuweilen sogar cool.
Hunter Tylo und Lydie Denier fallen auch keine Sekunde negativ auf.
Die Macher trauten mit Recht der Low Budget-Effektkunst wenig und bringen den SharkMan entweder Ausschnittweise oder, wenn komplett, nur kurz ins Bild, die Illusion kann so einigermaßen aufrecht erhalten werden; einige Splatterszenen (nichts wirklich Garstiges) sind solide umgesetzt.
"SharkMan" kann man kaum Ernst nehmen, er bedient unzählige Klischees, aber er bietet immerhin gute B-Horror-Unterhaltung!

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