Review

Basierend auf dem Buch - Chaplin: His Life and Art - und der 1964 veröffentlichten Autobiografie von Charlie Chaplin liefert Regisseur Richard Attenborough mit seinem Film Chaplin eine gelungene Filmografie über das Leben des legendären Charlie Chaplin ab, die trotz seiner Episodenhaften Erzählweise erfreulich homogen daherkommt.


Der gealterte Charlie Chaplin lebt in der Schweiz und bearbeitet mit seinem Verleger George Hayden seine Autobiographie. Hayden fallen Ungenauigkeiten auf und er fordert Chaplin auf, ihm genau zu erzählen, wie sein Leben verlaufen ist.
Chaplin erzählt, wie er im Alter von fünf Jahren zum ersten Mal auf der Bühne auftrat, als seiner Mutter die Stimme versagte. Mit seiner Mutter und seinem älteren Bruder Sydney wächst er in ärmlichen Verhältnissen in London auf. Sein Vater stirbt an den Folgen von Alkoholmissbrauch. Sein Bruder verschafft ihm Auftritte in Fred Karnos Varieté, wo er erfolgreich wird. Später reist Chaplin in die USA, wo er in Filmkomödien unter der Regie von Mack Sennett Karriere macht. Seine Auftritte als „Tramp“ sind beliebt und er macht sich bald als Regisseur und Hauptdarsteller selbständig. Chaplin wird noch vor seinem 30. Lebensjahr Millionär. Zusammen mit Douglas Fairbanks und Mary Pickford gründet er 1919 die United Artists.
Seine Kunst wird hoch gelobt, doch seine politischen Ansichten bringen ihn in Konflikt mit dem späteren FBI-Chef J. Edgar Hoover...

Angeführt von seinem hervorragenden Hauptdarsteller überzeugt Chaplin mit seiner Besetzung sowie der gelungenen Ausstattung, die die Stummfilm Ära Hollywoods wieder auferstehen lässt und für ein Wiedersehen mit einigen Stars der damaligen Zeit sorgt.

So ergibt das ganze 8 Punkte, denn auch wenn der Film in manchen Punkten ausführlicher ausfallen könnte und die schon damals aufkommende Schattenseite Hollywoods ausgeklammert wird, wird einem der Ausnahmekünstler Chaplin als Charakter gelungen porträtiert. 

Details
Ähnliche Filme