„Zulmi": Wenn Rache zur Pflicht wird und Spannung auf der Strecke bleibt
Zulmi versucht, Drama, Action und Romantik zu einem klassischen Bollywood-Thriller zu verbinden, doch das Ergebnis bleibt hinter seinen Möglichkeiten zurück. Akshay Kumar spielt den innerlich zerrissenen Helden mit gewohnter körperlicher Präsenz, während Twinkle Khanna als reiche, anfangs verwöhnte Tochter etwas farblos bleibt – auch wenn sie im Verlauf des Films an Profil gewinnt. Die Grundidee des Films – ein Mann wird zum Beschützer, doch entdeckt eine düstere Wahrheit über die Vergangenheit – hätte genug Stoff für intensive Spannung geboten. Leider verzettelt sich die Inszenierung zwischen unnötiger Dramatik, vorhersehbaren Wendungen und stereotypen Nebenfiguren.
Was als emotional aufgeladene Geschichte über Schuld, Pflicht und Vergeltung beginnt, verliert durch ein unausgewogenes Tempo und schwache Dialoge an Wirkung. Die Actionszenen wirken zwar solide choreografiert, bleiben aber ohne echten emotionalen Anker. Besonders die zweite Hälfte des Films verliert sich in einer eher flachen Dramaturgie, bei der viele Figuren schablonenhaft agieren.
Auch musikalisch kann Zulmi keine Akzente setzen – die Songs sind durchschnittlich und dienen mehr als Füllmaterial denn als emotionale Höhepunkte. In Summe ist Zulmi ein Film mit ernsten Themen und guten Ansätzen, der jedoch zu oberflächlich bleibt, um wirklich zu berühren oder nachhaltig zu fesseln.