Review

Hard Boiled 2 - diesen Titel sollte man mit Vorsicht genießen, denn erstens erschien er schon 3 Jahre vor dem Klassiker mit Chow Yun-Fat und zweitens hat er mit dem "Vorgänger" nicht das geringste zu tun. Der Titel wird wohl daher nur aus marketingtechnischen Gründen gewählt worden sein.

So weit, so gut - eben eine klassische Oberhaupt-der-Mafia-stirbt-und-jetzt-muss-der-Mörder-dafür-büßen-Story. Was mich allerdings massiv an diesem Film stört, sind die unsinnigen und vor allem unnötig langen "Handlungssequenzen", die zwischen den wirklich sehr ordentlich - fernab jeglichen Ami-Hollywood-Mainstreams - inszenierten Shootouts liegen. Zum einen sind die entweder wirr oder einfach nur langweilig, zum anderen haben Szenen wie "das Essen am Hafen" oder Hochzeiten nicht wirklich etwas mit der Story zu tun.

Dadurch wird der Film zumindest für mich sehr zerfahren und anstrengend anzuschauen. Hätte sich Woo ca. 20 Minuten dieser Nebenhandlungen geschenkt, wäre der Film wesentlich besser geworden, so trüben aber die vielen Langweilerszenen die Vorfreude auf den nächsten Shootout.

Da find ich "The Killer" entschieden besser, obwohl natürlich auch hier nicht alles Gold war, was glänzte. Trotzdem fügten sich dort solche Szenen einfach besser ein. Schade drum, hätte durchaus was werden können.

5 von 10 Punkten

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