Review


Inhalt:

China im 13. Jahr der Regentschaft des manchurischen Qing-Kaisers Chien Lung. Der Qing-Gouverneur Lord Ku Chin Chung (Kam Kong) hat den Tempel der Shaolin zerstört..., und nur Yang Su (Chuen Yuen) ist mit wenigen Freunden die Flucht gelungen. Diese Rebellen werden nunmehr von Ku Chin Chung mit Vehemenz verfolgt...!

Yang Su arbeitet untergetaucht als Tofu-Hersteller in einer Stadt..., und hat seiner Tochter Ping Erh (Chia Ling aka Judy Lee) verboten KungFu zu erlernen.
Doch die junge Dame lernt KungFu klammheimlich in einem taoistischen Tempel, und ist bereits eine ausgezeichnete Kämpferin in der KungFu-Technik des Crane-Style!
Der etwas trottelige Gehilfe in der Sojabohnen-Mühle, Shao Wei (Ting Wa-Chung), kommt hinter ihr Geheimnis..., und lernt von ihr in Ansätzen diese Technik des KungFu.

Ping Erh kämpft gegen einen abtrünnigen Mönch..., oder sie bekämpft Männer in einem Gasthaus, die Ärger machen. Sie kämpft gegen Ungerechtigkeiten..., und sie zeigt allen, dass sie eine starke KungFu-Kämpferin ist.
Dabei begegnet sie einem jungen Mann..., Blue Fan (Raymond Lui), wegen seines blauen Fächers so genannt, ebenfalls ein sehr guter KungFu-Kämpfer.

Yang Su entdeckt ebenfalls das KungFu-Geheimnis seiner Tochter, und ist außer sich.
Als jedoch eine Hochzeit zwischen Ping Erh und dem schwachsinnigen Sohn eines Offiziellen der Stadt zwangsweise arrangiert werden soll..., wird das KungFu Ping Erh´s zur Grundlage dagegen an zu gehen. 
Nur wer Ping im Kampf besiegt, soll sie heiraten können! Und Ping Erh gewinnt....!

Doch da erreicht Lord Ku Chin Chung die Stadt..., er will der Rebellen habhaft werden!
Und so werden Yang Su und dessen Bruder alsbald von den Qing verhaftet!
Blue Fan steht Ping Erh nunmehr bei -die beiden heiraten sogar (zunächst eher pro forma)-, und er entwickelt einen Plan, um Yang und dessen Bruder zu befreien. Er liefert den Qing Shao Wei aus, den er als Rebellen ausgibt. Und er erzählt Ku Chin Chung, dass er angeblich weiß, wo sich 8 Rebellen von Shaolin aufhalten...!

Die Befreiungs-Aktion gelingt..., doch hat Ku Chin Chung Lunte gerochen..., und stellt die Rebellen! Es kommt zum Kampf, doch Yang Su, Blue Fan, Ping Erh, und dem Mädchen Chung (Cheng Ting) gelingt die Flucht...., Chung stirbt jedoch kurz darauf.

Die 3 verstecken sich..., doch werden sie von Ku Chin Chung und dessen Männern alsbald entdeckt und gestellt.
Es kommt zum Show-Down..., und alsbald zum Kampf zwischen Ping Erh und Blue Fan gegen Ku Chin Chung auf Leben und Tod.......


Fazit:

Im Jahre 1979 drehte Regisseur Raymond Lui für das Studio "Success Film Company Ltd." diese insgesamt gelungene KungFu-Komödie..., mit rasant-dynamischer KungFu-Action, kleineren Längen zur Mitte des Streifens..., mehr oder weniger gelungenen Gags, und einem sehr interessanten Cast um sich und KungFu-Lady Chia Ling (aka Judy Lee) in den Hauptrollen.

Die Story ist relativ einfach..., Rebellen gegen einen grausam-skrupellosen Qing-Gouverneur..., sie ist auch leicht zu verfolgen, hat aber zur Mitte etwas Füllmaterial, somit kleinere Längen, die dem Film in dieser Phase etwas an Tempo nehmen. 

Die Hongkong-Comedy überlagert indes den Film nur wenig..., da vor allem in der letzten halben Stunde der Streifen seinen komödialen Charakter aufgibt, und zum rassigen KungFu-Actioner wird. Vor allem Ting Wa-Chung soll hier für die Lacher mit seinem trotteligen Auftreten sorgen, Piss-Gags inklusive, das sind die Mankos in diesem Streifen, der aber insgesamt sehenswert ist.

Die Atmosphäre ist relativ nüchtern gehalten, "Success Film" ist ein kleines Label mit eingeschränkten Möglichkeiten..., so lebt denn der Streifen von der KungFu-Action und den Darstellern, die diese Action gekonnt auf die Leinwand bringen.
Die Rebellen werden verfolgt..., der Villain versteht keinen Spaß, Raymond Lui und Chia Ling sind vom Wesen her ernsthaft..., und so ist für genügend Spannung gesorgt..., und komödiale Dinge denn alsbald unwichtig. Die Story wird insgesamt noch flüssig und schlüssig erzählt.
So kommt denn "The Crane Fighter" noch in die richtige Spannungs- und Action-Bahn....!


Chia Ling spielt hier die Hauptrolle..., die Lady des KungFu ist agil, fightet hart und ist eine Kampfkünstlerin ala Angela Mao mit technisch ausgefeiltem KungFu..., mir gefiel ihr Spiel und ihre Skills..., und sie ist hier vor allem bei der Hochzeits-Szene mit Raymond Lui bildschön. 
Raymond Lui ist besonnen in seinem Spiel, ein ruhiger, sachlicher Typus der immer erst überlegt. Sein Plan der Befreiung des Vaters der Heldin ist auch durchaus durchdacht. Raymond Lui ist zudem natürlich auch ein exzellenter KungFu-Fighter..., er ist hier nicht nur Darsteller und Regisseur, er sorgte auch für die Fight-Regie und Choreographie der Kampf-Sequenzen.

Kam Kong spielt die Rolle des Villain gewohnt bärbeißig und gekonnt skrupellos.
Auch Chuen Yuen ("The thunderbolt fist") agiert als Vater der Heldin und Chef-Rebell, der sich vor den Qing versteckt hält solide, er ist eh ein charismatischer Darsteller.
Der Rest des Ensembles ist drumrum gebaut..., und die Darstellerin Cheng Ting ist wirklich bildhübsch..., und löst beim männlichen Betrachter Beschützer-Instinkte aus.

Wichtigstes wie immer..., die KungFu-Action! Rasante, dynamische KungFu-Fights..., viel Tempo, viel Abwechselung..., und vor allem in der letzten halben Stunde kommt Dramatik in den Fights auf, die intensiver und blutiger werden.
Die KungFu-Action lebt natürlich auch insbesondere von der Technik von Raymond Lui und KungFu-Lady Chia Ling ("Kung Fu - Die Karate-Teufel")..., die die Action hier gelungen tragen.
Höhepunkt ist natürlich der Endfight der beiden mit Kam Kong, ein Pas de trois des Todes..., mit Super-Slowmotion zum Schluss.
Dieser Endkampf dürfte übrigens an der selben Stelle gedreht worden sein wie der Show-Down in "Bruce Lee - Wir rächen dich" ("Secret rivals part 2" - siehe mein Review auf dieser Webseite), als sich dort Tino Wong, John Liu und Hwang Jang Lee einen für Eastern-Fans unvergessenen Fight lieferten!

"The Crane Fighter" ist ein insgesamt guter, und den geneigten Eastern-Fan überzeugenden KungFu-Streifen..., mit kleinen Längen aber auch gelungener Action in den finalen Sequenzen.
Ich vergebe sehr knappe 7,5/10 Punkte, die sich "The Crane Fighter" aber erst in der letzten halben Stunde noch redlich erfighten kann!



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