Review

Nachdem die meisten letzten Filme von Seagal für mich eine Enttäuschung waren und er einen Streifen nach dem Anderen am laufenden Band dreht, bin ich ohne große Erwartungen an "Today You Die" herangegangen. Bei der Story war dies auch nötig, denn wie bei vielen Actionfilmen dient sie auch hier nur als Mittel zum Zweck. Inhaltlich beginnt der Film gar nicht mal so schlecht. Seagal verdient sich sein Geld auf nicht ganz legale Weise, möchte aber nun seinen Lebensunterhalt "normal" verdienen. Dabei wird er jedoch übers Ohr gehauen. Klar dass er sich das nicht gefallen lassen kann. Dabei wirken jedoch im Laufe des Streifens einige Passagen sehr lückenhaft und man hat das Gefühl, dass dem Film hier etwas mehr Handlung gut getan hätte. An anderen Stellen wiederum wird dem Zuschauer die Vorgehensweise bis ins kleinste Detail vorgekaut und sogar wiederholt erzählt, damit auch ein unter Alzheimern leidender Zuschauer die Story mitverfolgen kann. Besonders fragwürdig erachte ich allerdings die seltsamen Traumsequenzen und deren Deutungen, die man meiner Meinung nach lieber herausgestrichen hätte. Vom schnulzigen Happy End fange ich lieber gar nicht erst an.

Stimmen tut hingegen die Action und die ist bei so einem Streifen auch am wichtigsten. Wenn Seagal auch seine Stunts offenbar nicht selbst durchführt, so kommt der Zuschauer hier endlich mal wieder auf seine Kosten. Selbst die Atmosphäre kann man an einigen Stellen als durchaus gelungen bezeichnen, hin und wieder kommt sogar mal ein wenig Spannung auf.

Seagalfans können bei diesem Film bedenkenlos zuschlagen. Alle anderen Actionfreunde, die Seagal nach seinen letzten Flops bereits abgeschrieben haben, sollten ihm bei diesem Streifen noch einmal eine Chance geben.
5 verdiente Punkte

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