Review

„Today You Die” ist ein relativ mit wenig Kohle ausgestatteter Seagal Film, denn man sein Budgetknappheit auch deutlich ansieht. Regisseur des Films war Don E. FauntLeRoy mit dem Steven Seagal noch im selben Jahr „Mercenary for Justice“ abdrehte.

Harlan Banks (Steven Seagal) ist Profidieb und bekommt das Jobangebot von Max (Kevin Tighe) als Fahrer eines Geldtransporters sich auf seriöse Art und Weise ein bisschen Geld dazu zu verdienen um so seiner kriminellen Laufbahn den Rücken zu kehren. Doch er wird von seinem Arbeitskollegen Bruno (Robert Miano) übers Kreuz gelegt, denn dieser will sich mit dem Geld im Wert von 20 Mio. $ auf und davon machen. Auf ihrer Flucht werden beide von der Polizei gejagt, woraufhin Harlan noch schnell das Geld verstecken kann, bevor er geschnappt und in den Knast gesteckt wird. Im Kittchen lernt er den Gangster Ice Kool (Anthony 'Treach' Criss) kennen.
Beide beschließen gemeinsam auszubrechen und die Beute untereinander aufzuteilen. Bevor sie das aber tun, wollen sich beide noch an Harlan´s falschen Geschäftspartners entledigen, nur sitzt ihnen dabei die C.I.A. dicht im Nacken.

Mal wieder ein typischer Fliessband-Seagal-Film, dessen Plot stink langweilig ist und uns schon zig mal präsentiert wurde. Vor allem die Verschwörung innerhalb der C.I.A. kommt ja wohl in so ziemlich jedem Seagal Streifen der letzten Zeit vor. Dabei weiß der Zuschauer schon sofort von Anfang an wer der wirkliche Drahtzieher hinter der Sache ist.
Auch dass sich das Jobangebot mit dem Geldtransporter als Hinterhalt entpuppt ist abzusehen, genauso wie das Bruno das Geld abstauben will und dabei zu Max Leuten gehört, ebenso.
Diese Mysterykomponente um Seagal´s Freundin, die in ihren Träumen Visionen hat und Dinge sieht, die eintreffen könnten, wirken einfach deplaziert und sind störend. Schließlich dienen sie wohl nur dazu um den Film auf seine über 80 Min. zu bringen.
Zudem ist das Ende mit dem gespendeten Geld für die kranken und hilfsbedürftigen Kinder noch der Gipfel. Auch hier lässt es sich Seagal nicht nehmen, um noch mal die Kitschkeule zu schwingen.
Die Action besteht aus einigen Shootouts, bei denen Seagal einfach wild in der Gegend herum ballert und irgendwie rein zufällig dadurch seine Gegner ausschaltet. Teilweise sind sie aber ordentlich mit einigen blutigen Einschüssen inszeniert und lassen somit ein wenig Feeling aufkommen.
Was aber wirklich nervt sind diese Fightszenen in denen Steven Seagal in jedem noch so kleinen Handgriff bis zum Erbrechen gedoubelt wird. Dabei wird immer versucht Seagal von hinten zu zeigen, dennoch fällt es dem Zuschauer sofort auf, dass nicht er selbst die Moves und einige wenige Kicks ausführt. Kaum zu glauben wie stinkfaul, zu alt oder womöglich sich zu Schade ist, um solche Dinge selbst auszuführen.
Ein paar nette Explosionen gibt es auch zu bewundern, auch wenn man bei einigen Szenen klar erkennen kann, dass auf Stock Footage zurück gegriffen wurde. Vor allem bei der erste Szene musste ich sofort an Jean-Claude Van Damme´s „The Order“ denken.
Der Showdown ist in Ordnung, auch wenn die in der Mitte gezeigten Actionszenen deutlich besser waren.
Beim Score gibt es auch keinen Grund zur Klage, auch wenn man hier nicht allzu viel erwarten sollte.

Steven Seagal läuft hier total antriebslos durch den ganzen Film und lässt sich doubeln wo es nur geht. Anscheinend wollte er mal nur kurz eben schnell den Scheck mit nach Hause nehmen und gut ist.
Versteh überhaupt nicht was er sich dabei gedacht hat. Hat er etwa ernsthaft geglaubt das es keinem auffällt. Für mich einfach unverständlich.
Anthony 'Treach' Criss liefert als Knastbruder Ice Kool eine zufriedenstellende Leistung ab und sorgt für den nötigen Humor.
Nick Mancuso macht als C.I.A. Agent Saunders eine gute Figur, auch wenn er mir damals in Brandon Lee´s „Rapid Fire“ besser gefallen hat.
Kevin Tighe hat einfach zu wenig Screentime um wirkliche Akzente setzen zu können.

Übelst zusammengeklauter B-Actioner, dessen Inszenierung durch Regisseur Don E. FauntLeRoy den Film noch in den Durchschnitt hievt.
Steven Seagal sollte man für seine Darbietung in den Arsch treten, weil seine Double hier die meiste Arbeit erledigt. Der Plot gibt wenig her, aber man hat schon schlimmeres aber auch weitaus besseres vom Ex-Aikido Champion gesehen.

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