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Die Journalistin Marylin Kane heuert Sam Wood , Veteran des Vietnamkrieges , an , damit dieser die Geschichte seiner Gefangenschaft für eine Reportage erzählt - direkt in Nordvietnam . Doch kaum dort angekommen , stellt sich heraus , dass Kane eigentlich ihren Vater - einen General - und ein paar andere Soldaten , die sich immer noch in Kriegsgefangenschaft befinden , mit Sams´ Hilfe befreien will . Währenddessen versucht ein amerikanischer Verhandlungsführer diese Gefangenen für 10 Millionen Dollar aus dem Lager freizukaufen , aber der Kommandant des Lagers - ein zum Kommunismus übergelaufener Österreicher - stellt sich quer . Also muss wohl doch Marylins Befreiungsplan umgesetzt werden , aber einige Beteiligte spielen falsch ... 

Ein mittelmäßiger " Wir-holen-jemanden-aus-Vietnam-raus " Reißer im geistigen Erbe eines " Missing in Action " oder " Rambo 2 " . Natürlich ist " Born to win " aber weit von den großen Vorbildern entfernt .  
Anfangs hatte ich noch die Hoffnung Sam Woods´ Macho Attidude würde spaßiger werden , da er wie ein vollkommen übertrieben harter Kerl eingeführt wird , der erst mal ein Glas mit frischem , eigenhändig gezapften Kobragift trinkt , bevor er Marylin Kane überhaupt zuhört !!! Leider entwickelt sich Sam aber danach schnell zum 08/15 Helden , der eben ballert was das Zeug hält und bei dem 15 Feinde in 2 Sekunden umfallen . 
Scheinbar stand Bruno Mattei ( hier wieder mal als Vincent Dawn unterwegs ) dafür das thailändische staatliche Männerballett zur Verfügung , denn wenn die angeblichen Nordvietnamesen hier ( immer unblutig ) getroffen werden , wirbeln sie in geradezu meisterlichen Posen durch die Luft , die nur durch Teilnahme bei mehreren ´Schwanensee´ Produktionen zu erklären sind . Ein "Tötungsballett"  ganz im Stil eines ´Hot Shots 2´! 
Lustig sind da noch ein zu den Nordvietnamesen übergelaufener Deutscher als Oberbösewicht ( in der deutschen Version wird er zum Österreicher mit Akzent ) , der ständig zwischen ultrabösem Gequatsche und um Gnade winselnden Weichei schwankt . Außerdem diverse hanebüchene Erklärungen , mit denen man z.B. erklären will , warum am Ende das Gefangenenlager aus Bambus in jeder Ecke explodieren kann , Sams Macho Posen oder dass auch mal Gegner auf einen Baum feuern , obwohl sich Sam ganz eindeutig seit Minuten nicht mehr dort befindet ! 
Dafür entschädigen am Ende ein wenig die eben erwähnten Explosionen von Bambushütten , doch wie es so schön heißt " Der Mensch lebt nicht von der Explosion allein . "- und das gilt auch für Filme . Mittelmaß . 

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