Mehr oder minder erfolglos durchquert der gut aussehende Seebär Jeffrey Thorpe mit seinem Schiff "Seewolf" die Karibik. Als er eines Tages von der mysteriösen Helena einen Auftrag bekommt, ist dies eine willkommene Abwechslung. Die attraktive Dame will einen gestohlenen Schatz zurück ins Museum bringen. Dies ist jedoch mit allerlei Schwierigkeiten verbunden, die nicht ganz ungefährlich sind. Plötzlich finden sich Jeffrey und Helena im größten Abenteuer ihres Lebens wieder.
Ha, von wegen der letzte Pirat, kurz nach diesem Film zeigte sich Jacl Sparrow am Horizont und zeigte dem Seeräuberbusiness mal so richtig wo der Hammer hängt. Aber gut, wir sind hier bei Sea Wolf und da werden kleinere Flaschen Rum gebacken. Mit einem Budget, für das sich Blackbeard damals nicht mal den Bart angezündet hätte, versucht der routinierte Durchschnittsregisseur Mark Roper zu bewerkstelligen, was eigentlich nicht zu bewerkstelligen ist. Es gibt keine Piratenschiffe, keinen Papagei auf der Schulter, ja nicht mal den Klabautermann, sondern nur sparsam gestreute Halbaction vor hübscher Karibik Kulisse.
Mit brav und bieder kann man den vorhersehbaren Ablauf der Ereignisse ganz gut wiedergeben, es gibt den edlen Märchenprinzpiraten mit Robin Hood Allüren, der mit seiner neuen Piratenbraut vor ein paar schatzgeilen Bösewichtern flieht, ab und zu wird dann auf See von A nach B geschippert und am Schluß treffen sich alle auf der berühmten Schatzinsel aus Stevensons Roman zum munteren buddeln wieder. Das ganze wird gewürzt mit einer Prise Humor und sogar recht amüsanten Charakteren, viel mehr darf man von Sea Wolf nicht erwarten.
Die Darsteller sind dabei ganz brauchbar, sogar wir Deutschen sind in Form von Gerit Kling vertreten, die den Film wohl für einen Arbeiturlaub nutzen konnte. So plätschert das ganze Geschehen einigermaßen unterhaltsam vor sich hin, allerdings ohne große Highlights und von einem Piratenfilm wie man ihn sich so vorstellt kann eigentlich auch kaum die Rede sein. Ein braver Abenteuerstreifen, kein Blockbuster, aber auch kein arrrrhh.
4/10