Der MUST SEE aller Horror-Freunde hielt endlich auch in mein beschauliches Städtchen Einzug: THE DESCENT - ABGRUND DES GARUENS stand auf dem Programm und wenn man den ganzen ausnahmslos positiven Kritiken glauben schenken sollte, war ein spannender Kinoabend vorprogrammiert.
Um es vorwegzunehmen: Ich war beeindruckt!
Selten hat mich ein Horrorstreifen in den letzten Jahren so an den Sessel gefesselt wie das vorliegende Werk des Briten Neil Marshall, der bereits mit DOG SOLDIERS bewiesen hat, dass er sein Handwerk versteht. Es ist geradezu meisterlich, wie mit den einfachen Mitteln einer Höhlenkulisse eine klaustrophobische Atmosphäre aufgebaut wird, wie man es selten sieht. Gezielt eingesetzte Schocksequenzen wechseln sich mit gepflegter Höhlen-Gruselstimmung. Man wähnt sich mittendrin im Abenteuer der sechs jungen Frauen, die in den knapp 100 Minuten ihre schlimmsten Alpträume durchleben - und gerade deren schauspielerische Leistung ist es, die ihre Angst in den Kinosaal überträgt.
Ein Paradebeispiel für Suspense und Splatter! Letzterer wird mit zunehmendem Feindkontakt in der zweiten Hälfte des Films gnadenlos nach oben geschraubt: Gore satt, wie ihn eingefleischte Horrorfans lieben: Hacke, Spitze, Eins, Zwei, Drei – Monster werden Matschebrei - Blutbad im Batcave!
Zartbesaitete werden mit vorgehaltenen Händen den Film verbringen, mir jedoch hat’s einen Heidenspaß bereitet! So und nicht anders funktioniert der moderne Horrorfilm:
Zusammen mit HOUSE OF WAX der Genrefilm des Jahres 2005!
(9 / 10