Inhalt (Hongkong-Fassung):
In der chinesischen Welt der Helden und Krieger..., in einer früheren Epoche.
"Thousand Faces" Hai Tao (Kuo Chui aka Philip Kwok), dem Alkohol gewogen, gehörte früher der Gang des "Death valley" um deren Anführer "Golden Arm Kid" (Lo Mang) an.
Nunmehr ist er Mitglied des Hu Wei Security-Büros, eines Sicherheitsdienstes, der Transporte überwacht.
An der Seite von "Long Axe" Yan Jui (Sun Shu Pei), "Short Axe" Fang Shi (Chiang Sheng), dem Schwertmeister Li Qing Ming (Wai Pak) und dessen Verlobter Leng Feng (Helen Poon) soll Hai Tao einem Transport von 200.000 Taels in Gold sicheres Geleit geben. Das Gold soll Flüchtlingen in einem Krisen-Gebiet helfen.
Doch die Gang des "Death valley" hat längst Lunte gerochen. Die Männer um "Golden Arm Kid", das sind "Silver Spear" (Lu Feng), "Iron Armour" Wei Lin (Johnny Wang Lung Wei) und "Copper Head" (Yang Hsiung) wollen den Treck überfallen.
Dabei prescht "Iron Armour" Wei Lin hervor..., will das Gold noch vor der Abfahrt des Trecks rauben...., doch scheitert er dabei und verliert sein Leben...
So beginnt denn ein gefahrvoller Trip..., auf beiden Seiten gibt es alsbald Tote..., und innerhalb des Trecks wird schnell klar: Es muss einen Verräter in den eigenen Reihen geben..., in Frage käme der geheimnisumwitterte "Iron Feet"..., der als verschollen galt.......
Fazit:
Im Jahre 1979 drehte Star-Regisseur Chang Cheh diesen weiteren Venom-Eastern für das Studio der Shaw Brothers ab. Chang Cheh kam es bei seinem Streifen nicht darauf an, eine große Geschichte zu erzählen..., der Plot ist denn auch reichlich dünn..., sondern fulminante KungFu- und WuShu-Action in reinen Shaw-Studio-Sets zu bieten!
Zu mehr als das soll die Storyline nicht dienen..., mir kam es fast so vor, als wenn Chang Cheh hier BEWUSST einen "Eastern für zwischendurch" für die Fans des Shaw Brothers-Studios im allgemeinen und die Venom-Eastern-Fans im besonderen von vornherein kreieren wollte.
Und so ist denn die KungFu- und WuShu-Action hier das Wichtigste. Auf schnelle Schnitte verzichtete Chang Cheh..., er lässt seine Protagonisten in längeren Takes ungeschnitten gegeneinander kämpfen.
So fehlt denn etwas die Dynamik anderer Werke..., doch ist die Action schon aufgrund des hochakrobatischen Könnens und der absoluten Körperbeherrschung der Venoms von hohem Niveau.
Es wird auch viel Abwechselung geboten, da das Waffen-Arsenal umfangreich ist..., und die Moves überzeugen und kreativ sind.
Kuo Chui, Chiang Sheng und Lu Feng ragen aus Chang Cheh´s Ensemble actiontechnisch heraus, und machen einen feinen Job!
Chang Cheh ging in der Spät-Phase seines Schaffens nicht mehr gerne raus..., er bleibt im Studio. Und die surreal-künstlichen Kulissen des Studios der Shaw Brothters bestimmen die atmosphärische Stimmung dieses Eastern. Das gibt dem Streifen dieses für die Fans des Studios gewohnt typische Flair.
Fans des Studios fühlen sich "in" diesen Kulissen einfach wohl, so erging es mir hier ein weiteres Mal.
Kritikpunkt und aber merkwürdiger Weise auch wiederum Stärke des Streifens ist, dass es keine große Handlung gibt. Zwar kann man als Betrachter daher keine Tiefe in den Charakteren finden, doch storytechnische Holprigkeiten wie sie sich Chang Cheh ja insbesondere in seiner Shaw-Spätphase erlaubte, können so ja auch nicht passieren.
So kommt denn auch keine Langeweile auf..., und die Fans können sich ganz auf die KungFu- und WuShu-Action konzentrieren.
Gleichwohl konnte Chang Cheh so natürlich auch keinen groß erinnerungswürdigen Klassiker in Szene setzen..., sei´s drum.
Ein geradliniger, vorhersehbarer KungFu-Eastern-Actioner von Chang Cheh mit seinem Venom-Ensemble..., nicht mehr..., nicht weniger.
7,5/10