Review


Inhalt:

China, während der bürgerlichen Revolution von 1911, diese Zeit ist von Wirren und Anarchie geprägt.
Die beiden Banditen "Invisible Thief" (Liu Ping) und dessen Bruder (Miao Tien) überfallen jeden, der ihren Weg kreuzt, und ist eine junge Dame darunter, wird diese geschändet.
Die beiden schließen sich einem Gangster-Paar an, der gerissenen Chen Chow Chui (Kitty Meng) und ihrem Bruder Chen (Lung Fei).

Die 4 wollen aus einem Palast eine Kiste mit Goldbarren entwenden.
Doch ihnen kommt ein Schüler des Edel-Gangsters "Super Guy" zuvor, der vagabundierende Kämpfer Fong Shih (Pai Ying). Ein "Bekennerschreiben" vor Ort, nennt "Super Guy" als denjenigen, der das Gold entwendete.
Doch die 4 Gangster kommen dahinter wo das Gold ist, und bringen es an sich.
"Coach" Lin (Hsue Han) will den Vieren das Handwerk legen, doch wird er brutal getötet.
Lin´s Tochter, die schöne Lin Yi Ching (Polly Shang Kuan), eine hervorragende KungFu-Fighterin, will den Tod ihres Vaters rächen, und macht sich auf die Suche nach den Mördern.

Diese wiederum werden von dem skrupellosen Top-Verbrecher "Devil Man" (Shih Chung-Tien aka Shut Chung-Tin) und dessen Schergen liquidiert, außer Chen Chow Chui, die "Devil Man" sexuell gefügig sein muss.

Lin Yi Ching und Fong Shih bündeln ihre Kräfte..., und es kommt schließlich zum Show-Down gegen "Devil Man" um das Gold.
Kann Lin Yi Ching ihre Rache vollenden..., und kann Fong Shih das Gold sichern, welches die Rebellen im Süden erhalten sollen?
Ein Kampf auf Leben oder Tod, in welchen auch "Super Guy" (Chang Yi) eingreift, ist absolut unausweichlich.....


Fazit:

"The Invincible Superguy", 1976 von Regisseur Hsu Tseng-Hung (aka Zenghong Xu) auf Taiwan für ein sehr kostengünstig produzierendes Label in Szene gesetzt, ist u.a. der Beweis dafür, dass durchaus namhafte Darsteller des Eastern-Genres während der Blüte-Zeit ihres Schaffens, an kleine Studios für billige B-Produktionen entliehen wurden.

In sehr kostengünstig erscheinendem Look, in billiger Kulisse -eingangs schien es so, als wenn man auf taiwanesischen Wiesen einfach ein Set mit Kamera aufstellte und drauflos drehte-, entstand ein B-Eastern, mit anfangs wirrer Story, der aber im Verlauf der Laufzeit noch die Kurve kriegt, und fast zu einer kleinen, feinen Perle im B-Sektor des Genres wird.
Die Handlung läuft sich zur und nach der Mitte des Films zurecht, es kommt gar Spannung auf, ein überraschend namhafter Cast, dessen Fight-Skills der KungFu-Action gut tun, und das reißt schließlich den Streifen noch aus den Schwulitäten des Billig-Looks und der eingangs wirren Storyline.

Jau..., mehr wäre fast nicht zu sagen, zu diesem KungFu-Actioner, der aus der Masse der Eastern-Produktionen Mitte der 1970er Jahre natürlich nicht herausragen kann.
Mehr etwas für die Vielseher des Genres, die eingefleischten Eastern-Fans, die diesen Streifen so "unter der Woche für Zwischendurch" abhaken und schnell konsumieren dürften.

Der Cast ist überraschend namhaft: Polly Shang Kuan agiert hier als Heldin, die den Tod ihres Vaters -im Film- rächen will, sie spielt wieder mal die taffe Fighterin, mit gekniffenen, funkelnden Augen und voller Selbstbehauptungswillen. Und ihre Fight-Skills gehören dazu, den Streifen noch zu heben, die Action die Sache rausreißen zu lassen, "watch her kicks!".

Polly zeigt in ihrer ersten Szene gleich was sie kann, bei einer Übungssequenz tritt sie überkopf einem Mitschüler die auf seinem Kopf gestapelten Teller fast einzeln von dessem Haupt.
Und das mit verbundenen Augen...! Polly hat in dieser Szene die Augen mit einem schwarzen, glänzenden Tuch verbunden, was zugleich natürlich auch einen Hauch Erotik besitzt.

An ihrer Seite Genre-Ikone Pai Ying, der mit trockenem Spiel eine besonnene Figur abgibt, und somit gut mit der ungestümen Heldin kontrastiert und dennoch auch mit dieser harmoniert.
Shih Chung-Tien (aka Shut Chung-Tin) ist der oberste Villain, ein skrupelloser Bösewicht, der über magische Fähigkeiten verfügt, der kann sich nämlich unsichtbar machen. Mit grässlichem Feuermal im Gesicht, spielt dieser erfahrene Eastern-Darsteller den Bösen routiniert-überzeugend.

Chang Yi ist zwar der titelgebende Charakter dieses Eastern, aber kaum im Bild, eher ein Gaststar dieser Produktion, doch natürlich im Show-Down eine entscheidende Figur.
Lung Fei, Liu Ping, Hsue Han und Miao Tien sind jedem Eastern-Fan vertraut, altbekannte Gesichter.
Zweite Dame im Film, die aparte Kitty Meng-Chui, die ihre besondere Rolle gut meistert. Skrupellose Gangsterin, dann sexueller Spielball des Ober-Villain Shih Chung-Tien..., das hat was, und benötigt ein variables Spiel der Darstellerin.
Und sie ist bildschön... sie und Polly hier, die beiden würde ich nur dann von der Bettkante schubsen, wäre ich mit den beiden heißesten und attraktivsten Frauen Deutschlands liiert... Fanny Fee Werther und Jana Azizi.

Die KungFu-Fight-Action bietet natürlich nicht viel neues von der KungFu-Front. Aber die Fights sind zahlreich, und die agilen Fight-Skills von Polly Shang Kuan, Pai Ying, Shih Tien-Chung und dann Chang Yi besitzen genug Qualität, sowie die Choreos von Huang Fei-Long, die bieten KungFu in klassischen Techniken.
Zum Schluss gibt es KungFu-Action-Total..., und im Endfight dann "1 vs. 3" als ein Ballet des Todes.
Dass sich Shih Tien-Chung "wegprojizieren" kann, war störend, hätte man weglassen sollen, ...aber nun gut.

"The Invincible Superguy", ein billiger taiwanesischer KungFu-Actioner, die anfangs wirre Story läuft sich zurecht, die Fights sind okay, und der Cast überraschend prominent.
Zum Schluss kann sich dieser Eastern noch halbwegs passable, sehr knappe 6 von 10 Punkte in meiner Bewertung erfighten.

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Ich würde die Verantwortlichen der Website bitten, auf der Hauptseite zu diesem Film, wichtige Darsteller dieses Streifens nachzubenennen.
Polly Shang Kuan, Pai Ying, Chang Yi, Liu Ping, Shih Chung-Tien, Miao Tien, das sind ja namhafte Akteure und nicht "Irgendwer" im Eastern-Sektor.

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