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OCP terrorisiert die Bevölkerung, ein Bürgerkrieg greift um sich. Doch anstatt für den Konzern aufzuräumen, schlägt sich RoboCop auf die Seite der Aufständischen.
Drei Jahre nach Teil 2 kam diese unnötige Fortsetzung ins Kino. Mit neuem Hauptdarsteller, entschärfter Gewalt und einer faden Geschichte. Aber der Reihe nach.
In der Robo-Rüstung steckt nicht mehr Peter Weller, sondern Robert John Burke. Zwar verbindet man die Rolle fest mit Weller, doch macht Burke seine Sache ganz gut; was vielleicht auch daran liegt, dass man außer der Mundpartie nicht viel sieht. Doch kämpft er gegen eine Geschichte an, die man einem RoboCop-Film einfach nicht abnimmt. Der Blechbulle verkommt streckenweise zu einer Witzfigur. Die Idee, ihn umprogrammiert durch die Straßen ziehen zu lassen, wurde schon im Vorgänger mit zweifelhaftem Erfolg bemüht, kommt hier allerdings noch lahmer daher und bleibt einfach unnötig.
Der Kern der Geschichte (vive la résistance) vermag nicht zu fesseln. Wieder bekommt der Zuschauer einen Kindercharakter vor die Nase gesetzt - diesmal ein kleines Computergenie, das sogar mal auf Robos Schoß einknacken darf. Und so langsam stellt sich die Frage, wie so ein weichgespülter, unpassend rührseliger Klumpatsch unter der Marke RoboCop vermarktet werden konnte. Frank Miller, der an der Story beteiligt war, hatte wohl nicht seinen besten Tag.
Ebenso fehlt diesem Teil der zynische Spiegel, der in den Nachrichten und Werbespots der Gesellschaft vorgehalten wurde. Stattdessen gibt's alberne Spaßeinlagen, überholt wirkende Effekte und diverse Schurken, die einfach kein Interesse wecken. Die Action fällt mager aus, der Gewaltgrad wurde drastisch zurückgefahren und trotz all der Ungerechtigkeit will einfach keine Atmosphäre aufkommen. Immerhin traut sich der Film, einen der Hauptcharaktere draufgehen zu lassen.
So bleibt RoboCop 3 eine fade Angelegenheit, vernachlässigt die Trademarks der Reihe und ist letztlich eine weichgespülte Mainstream-Version des Charakters. Muss nicht sein.