Review

Ein Film, so durchgeknallt wie das Cover vermuten lässt.

Fünf Wannabe-Gangster sitzen an einem Tisch eines chinesischen Restaurants und planen den Überfall auf ein Lagerhaus, indem sich Diamanten en masse befinden sollen. Die chinesische Kellnerin, die während der Unterredung das Essen serviert, hört den ganzen Coup mit. Ihr Plan ist nun, mit dem gesamten Küchenensemble das Lagerhaus auszurauben, bevor die anderen Gauner dort eintreffen...

The Long Lunch überrascht mit einer wendungsreichen Story, angenehm guten Darstellern und zuweilen sehr abgedrehten Kamerasets und Filtern. Die Dialoge sind auch sehr ordentlich gelungen, wobei man ihnen nicht einen gewissen tarantinesken Chrakter absprechen kann.
Die Entscheidung der Produtenten (oder des Budgets) den Film kurz zu halten (82 Minuten Nettolaufzeit) war goldrichtig, denn der Film hört kurz bevor man des abgedrehten Geschehens überdrüssig wird, auf. Die Action
lässt zuweilen auf ein B-Movie schliessen, da kam Blut bzw. Specialeffects zum Einsatz kommen, weshalb auch eine 18er - Freigabe etwas verwundert. Aber das macht den Film
nicht schlechter, da sein Schwerpunkt sowieso mehr auf den Dialogen und der ausgefeilten Handlung liegt.

Fazit: für Alle, die Tarantinos Filmen in punkto Dialog etwas abgewinnen können und ein bisschen Madness in inszenatorischer Hinsicht nicht abgeneigt sind, sollten sich diese Sickmovie aus Australien ruhig mal zu Gemüte führen.

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