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Der Name Serge Rodnunsky dürfte wirklich nur der eingefleischten Filmgemeinde ein Begriff sein, die Qualität seiner Filme ist meist unterdurchschnittlich. Für Werke wie "Swept Away" oder "Tripfall - Das Todestrio" ist Rodnunsky verantwortlich, dessen Filmographie schon über dreissig Regiearbeiten beherbergt. "Shattered Day" ist ein weiteres unterirdisches Machwerk, zu dem Rodnunsky selbst das Drehbuch schrieb, die Produktion übernahm und den Film obendrein auch noch schnitt. Sein Workaholic-Einsatz wurde jedoch nicht belohnt.

Die Brüder Rick (Michael Rubenstone) und Jack (Stacey Scheller) überfallen zusammen mit der drogensüchtigen Grace (Melina Madsen) eine Bank. Doch der Überfall läuft alles andere als reibungslos, denn der Sicherheitsmann Gerald (Jermaine V. Hatley), nebst dem Auftragskiller und Drogendealer Tre (Octavian Miles) haben auch noch ein Wörtchen mit zureden. So kommt es zu einer Pattsituation, die verschiedenen Parteien stehen sich mit einer Waffe gegenüber, jeder ist bereit den anderen zu erschießen. Dabei haben alle Dreck am Stecken, selbst Bankdirektor David (George Williams).

Die Story von "Shattered Day" ist alles andere als schlecht, erreicht aber auch nie die Qualität eines "11:14 - Elevenfourteen", in dessen Fahrwasser er versucht zu schwimmen. Gleich zu Beginn wird die Bank überfallen, die einzelnen Charaktere führt Rodnunsky erst später ein. Man steht sich mit einer Waffe gegenüber, nun wird das Geschehen gestoppt und wir gehen zwei Wochen zurück. Die wichtigste Partei sind wohl die beiden Brüder Rick und Jack. Die drogensüchtige Grace hat gerade mit Jack Schluss gemacht und ist plötzlich mit Rick liiert. Dies führt zu Reibereien zwischen den Brüdern, dabei muss doch endlich ein Plan für den Bankraub geschmiedet werden, denn die Kohle wird immer knapper. Bankdirektor David ist derweil in seine Angestellte verknallt. Die wird von ihrem Mann verprügelt, also hetzt David ihm Tre auf den Hals. Tre erledigt zwar den Job, will aber mehr Geld als vereinbart und so kommt Wachmann Gerald ins Spiel. Der hat gerade mit seiner Tochter Cleo (Jennifer Lynn Evans) zu kämpfen, welche aus Notwehr ihren Freund Anthony (Marlon Dunlap) erschoss, welcher sie vergewaltigen wollte. Gerald lässt die Leiche verschwinden, muss sich noch zwei von Anthonys Freunden vornehmen und sich schließlich noch um Tre kümmern. Das Ganze hört sich aber jetzt wesentlich interessanter an, als Rodnunsky es umgesetzt hat.

Besonders die erste Halbzeit ist völlig ereignislos, Rodnunsky hangelt sich von einer Sexszene zur nächsten, einen Sympathieträger findet der Zuschauer nicht. Die Dialoge sind größtenteils strunzdoof, den laienhaften Darstellern fällt es sichtlich schwer die oberflächlichen Charaktere zu verkörpern. Richtige Actionszenen hat "Shattered Day" überhaupt nicht zu bieten, höchstens ein wenig Schusswaffengebrauch und eine kleine Keilerei zwischen Rick und Jack. So dümpelt das Ganze vor sich hin, um am Ende wenigstens noch ein paar kleine Schmankerl aus dem Hut zu zaubern. Rodnunsky lässt die Story in den letzten zehn Minuten einige Haken schlagen, die den Film vor dem Totalausfall retten. Vielleicht hätte er sich noch den Score vornehmen können, denn hier dudelt ewig und immer dieselbe Mucke, während auch noch die Kulissen stets monton gehalten sind. Doch wer das Ganze letztenendes überlebt, lässt sich schwer vorherbestimmen, dennoch hätte Rodnunsky seinen Film interessanter gestalten müssen, um den Zuschauer durchweg bei der Stange zu halten.

Brauchbare Ansätze lassen sich zumindest bei der Story finden, aber Rodnunskys langweilige Umsetzung lässt "Shattered Day" vollends untergehen. Hier herrscht Langeweile pur, es gibt immer dieselbe Melodie in der Dauerschlaufe, der Look ist trist und die Darsteller sind mies. So bleiben eineinhalb Stunden Zeitverschwendung und knappe 3 Punkte meinerseits.

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