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Adam West spielt den Milliardär Bruce Wayne, der als Batman maskiert zusammen mit seinem Gefährten Robin auf Verbrecherjagd geht. Diesmal hat er es mit gleich vier seiner gefährlichsten Gegenspieler zu tun, die einen Plan ausgeheckt haben, mit dem sie die Weltherrschaft übernehmen wollen.

Spätestens seit Christopher Nolans Verfilmungen des "Batman"-Stoffs ist klar, welches Potential in der Comicreihe steckt, nachdem auch Joel Schumacher und Tim Burton jeweils zwei filmische Beiträge geliefert hatten. Doch in grauer Vorzeit entstand bereits eine Adaption des Fledermaus-Comics und zwar "Batman hält die Welt in Atem", der zumindest den Hauch eines Kultstatus besitzt, da es sich bei ihm, ähnlich wie bei der Serie, praktisch um Action-Trash in Reinform handelt, aber was damals Müll war ist auch heute in aller Regel nicht mehr.

"Batman hält die Welt in Atem" nervt besonders aufgrund der Inszenierung von Leslie H. Martinson, der im Laufe seiner Karriere nie über TV-Niveau hinausgekommen ist, da diese mitunter zu bemüht ist, ihre Comic-Herkunft zu verdeutlichen. So sind die Kostüme lächerlich und albern und auch Einblendungen diverser "Bangs", Pows" und "Pengs" bei den Kampfszenen verstärken den Eindruck, es hier mit einem infantilen Trashfilm zu tun zu haben nur noch deutlicher. Dabei ist die eine oder andere Szene durchaus etwas amüsant, aber die wenigen Glanzpunkte werden durch die folgenden albernen Szenen umgehend wieder verdrängt.

Dass die Story dabei eine Katastrophe ist, ergibt sich praktisch von selbst, wobei vor allem die extrem dämlichen Dialoge einen deutlichen Beitrag zum Scheitern des Films liefern. Ein dämliches Rätsel mit noch unsinnigerer Lösung nach dem anderen wird aufgetischt, während Batman und sein blasser Stichwortgeber Robin derart blöde Kommentare von sich geben, dass man am liebsten Aufschreien möchte. Überflüssig zu erwähnen, dass auch die Achse des Bösen in dämlichen Diskussionen und allerhand Albernheiten untergeht.

Spannend wird das Ganze natürlich zu keinem Zeitpunkt, amüsant ebenfalls allerhöchstens punktuell. So muss man definitiv ein knallharter Trashfan sein, um diesen Film zu mögen. Zu den Darstellern gibt es derweil recht wenig zu vermelden, da keiner von ihnen wirklich gefordert ist, aber mit dem vollkommen überzogenen Overacting passen sie ganz gut in den Comic-Trash, wobei hier positiv hervorgehoben werden kann, dass die Darsteller, genauso, wie der Film eine gewisse Eigenironie zeigen und zumindest mit bester Spiellaune agieren.

Fazit:
Alberne Kostüme, dämliche Dialoge, schlechte Action-Szenen und ein gehöriger Schuss Eigenironie machen "Batman hält die Welt in Atem" zu einem nervigen Comic-Trash, der zu wenige amüsante Stellen aufbietet, als dass man ihn als wirklich unterhaltsam bezeichnen könnte. So richtig böse kann man dem schrillen, infantilen Treiben aber auch nicht sein, so sei er jedem Freund von schlechten Filmen ans Herz gelegt.

33%

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