Review

Junge Frauen aus Europa werden verschleppt und in die Bordelle in aller Welt verkauft, wo sie entweder strippen oder für alle möglichen Liebesdiensten zur Verfügung stehen. Wer sich wehrt, wird mit Drogen willig gemacht...

Obwohl der Film vorgibt, eine Mischung aus Softporno und Kriminalfilm zu sein (um sich dabei auch noch auf irgendwelche Zahlen und Fakten aus der damaligen Zeit zu berufen), hat der Sexanteil klar die Oberhand gewonnen. Unterschwelliges True Crime-Flair kommt leider keines auf, wenngleich durchaus Potential vorhanden gewesen wäre, um mehr wie nur eine plumpe Fleischbeschau zu bieten. 

So geht es zum orientalischen Nackttanz in die immer gleiche puffige Bar, wo einpaar fiese geschniegelte Typen mit schwarzen Koffern einen auf wichtig machen. Trotz des angeblich wahren Hintergrundes ist "Tänzerinnen für Tanger" kein schlüpfriger Report-Streifen, sondern ein echter Spielfilm, bei dem die Story leider ziemlich konzept- und ereignislos dahinplätschert. 

Erwin C. Dietrich produzierte dieses Stückchen Kulturgut aus der Zeit der damaligen Bahnhofskinos - als Regisseur wird der französische Pornofilmer Yves Coste vermutet, doch verweist Wikipedia darauf, dass es auch noch jemand anderes gewesen sein könnte, der nicht genannt sein will. 

Wie dem auch sei, wurde hier ein ziemlich fader Blick durchs Schlüsselloch produziert, der in keinster Weise zur Milieustudie taugt sondern nur uninspirierte Sexpraktiken auf die Leinwand bringt. Selbst der Schauplatzwechsel zwischen Zürich, Amsterdam und Marokko setzt keine frischen Impulse. 4 von 10 Punkten. 

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