Soeben komme ich aus Hamburg vom FFF und bin erstaunt, wie schlecht der Film hier beurteilt wird.
Es ist in der Tat eine schlechte Voraussetzung zu denken, hier spritzt das Blut und es wird nicht getanzt. Das mit dem Tanzen wird gleich zum Anfang erledigt und ist gewohnt rasant, pompös und lustig anzusehen.
Das ein oder andere Teil ist auch schon mal losgelöst vom Rest des Körpers zu bewundern. Aber damit wird sehr zaghaft umgegangen, was nicht gerade ein Mangel ist.
Die Art und Weise, wie die Story erzählt wird, wechsel immer mal wieder, insbesonere auch in der bildlichen Umsetzung. Dadurch kann man sich nie auf das vorher gesehene verlassen und muß sich immer wieder umstellen, was ich nicht als lästig, sondern sehr interessant ist.
Bei der Technik ist auch noch zu erwähnen, dass ich das Glück hatte, den Film in einem SRD-Kino zu sehen. Dieses System wird in dem Film voll ausgenutzt. Insbesonder in den Teilen, die mitten im Dschungel spielen, kommen die Tiere von überall her. Optisch und akustisch empfand ich den Film daher als eine Wohltat.
Die Handlung wird insgesamt langsam erzählt, aber dennoch ist der Film zumindest interessant und ab und zu auch spannend, was sich zum Ende steigert. Erschrocken habe ich mich auch dann und wann, aber das ist bei mir nich schwer.
Was man bestimmt berücksichtigen muß ist, dass der Film nun mal aus Indien kommt und die Filmkultur eine ganz andere ist. Schauspieler sind dort eigentlich fast nur over-acting und da nimmt sich dieser ein wenig aus, aber auch hier kommt es vor, was auch zum Punktabzug führt, da es hier auch nicht so lustig ist. Ach ja, die getzten Gags zünden eigentlich auch so gut wie kaum = Punktabzug.
Witzig ist es zu sehen, wie die Akteure auch nach mehreren Tagen im Dschungel wie aus dem Ei gepellt aussehen.
Aber was bleibt, ist ein spannender, mystischer Film in einem grandiosen Sound und tollen Bilder. (7/10)