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Da haben wir also mal einen Film aus Indien.Glücklicherweise keinen Bollywoodstreifen,aber die unausgegorene Mischung aus Okkult und Abenteuer konnte bei mir trotzdem keine Begeisterung auslösen.

Im Jim Corbett Nationalpark verschwinden einige Leute – von Tigern gerissen,so heißt es.Wenig später verirrt sich Journalist Krish mit Frau und eine Truppe von abenteuerlustigen Dorfdeppen im Park.Hier treffen sie auf den weisen,aber geldgeilen Kali,der sie aus dem gefährlichen Dschungel führen soll.

Gut,die ersten Minuten schenken wir uns,da wird in typischer MTV-Clip-Tradition eine indische Tanznummer zum Besten gegeben,hat mit dem Film nix zu tun.
Da stößt zunächst der erhobene,sehr moralinsauer angefressene Zeigefinger auf,man möge doch bitte die Tiger am Leben lassen und der Mensch ist wie immer das schlimmste Raubtier von allen. – Auch wenn das stimmt,muß es ja nicht ganz so doof für Kindergartenkinder erläutert werden.
Als dann findet sich unsere Gruppe im Nationalpark wieder – zugegeben,-es gibt ein paar sehenswerte Landschaftsaufnahmen und tatsächlich tauchen auch drei Tiger auf,was dann auch schon der Höhepunkt des Streifens ist.

Scheint typisch für einen indischen Film zu sein:Endlos in die Länge gezogen und dadurch mindestens eine halbe Stunde zu lang,denn stellenweise verharrt man einfach nur so im Dschungel,Kali gibt ausgelutschte Weißheiten von sich und die zum Overacting neigenden Darsteller bemühen sich,möglichst kein Dreck an ihre Kleidung(oder ihren freien Bauchnabel) zu lassen.

Die Story erinnert ein wenig an „Geist und die Dunkelheit“,aber mit deutlich weniger Spannung,was schon was heißen will.
Auch scheinen die Inder „Final Destination“gesehen zu haben,denn auch hier wurden zwei Szenen fast 1:1 übernommen.
Ziemlich belangloser Dschungelfilm,der nur dann unterhält,wenn man im Kreis der Zuschauer über die dummen Darsteller ablästern kann.
4 von 10 Punkten

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