Um mit seiner Frau Liz nach Kalifornien zu ziehen, hängt Graham „Coach“ Lubbock seinen Job als Sportlehrer an den Nagel. Allerdings sorgt der Umzug mit den sieben Kindern für mehr Wirbel, als gedacht. Die Mädchen haben fortan nur noch Augen für die vielen Jungs, die sich auf dem Schulgelände der St. Augustin's Academy tummeln, auf dem sich ausgerechnet das neue Haus der Lubbocks befindet. Zu all dem Schlamassel gesellt sich der Alltagsstress, der aus Unterrichtsfächern besteht, die Coach noch nie unterrichtete und seiner von wechselnden Emotionen geprägten Frau.
Bei Chaos hoch zehn von einem Spin off zu unser lautes Heim zu sprechen ist fast schon übertrieben. Coach Lubbock war in der Serie nicht wirklich eine wichtige Figur und von dem lauten Heim schaut auch keiner, wie sonst üblich, für einen Gastauftritt vorbei. Der Humor ist in etwa vergleichbar ganz nett und auch die üblichen Familienproblemchen müssen gelöst werden, allerdings gefielen mir C^10 zwei wichtige Dinge überhaupt nicht.
Zum einen gibts es hier viel zu viele Kids. Was bei der Cosby Show schon nur mühsam durchging nämlich ständig neue Babys für den Knuddelfaktor einzuführen, ist hier schon von Hause aus gegeben. Sechs Töchter und zwei Söhne sind einfach des Guten zu viel, denn damit jeder auch mal seine Screentime bekommt, fanden logischerweise viele Plots statt, in denen die laufenden Meter und deren Sorgen die Hauptrolle spielten, was besonders bei den oft nervig altklugen kleineren Lubbocks störend war.
Aber auch das Leben der älteren vier Töchter konnte nervig^10 sein. Vier pubertäre Mädels allein in der Schule und auf dem Gelände einer katholischen Jungenschule (erklärt zumindest die vielen Kids, Katholiken und Verhütung sind ja offiziell böse No-Go´s), worum könnte es sich da wohl pausenlos drehen? Hier wird geflirtet, gekichert und geschminkt das die Schwarte kracht. Ständig hat eine der Grazien Liebeskummer, emotionelle Achterbahn oder hormonellen Unterdruck. Ich hab zwar nicht alle Folgen gesehen (eigentlich auch nur um zu sehen was die Freddy Krueger Gegenspielerin hier als älteste Tochter) denn so macht, aber irgendwann ist es doch zuviel mit dem Dramagezirpe.
Man kann mit der Serie durchaus gepflegte 20 Minuten verbringen, aber auf Dauer sind die Themen zu einseitig und der Toastbrot IQ der Zwillinge nicht mehr funny. Das sahen wohl auch die Zuschauer der Familienkomödie ähnlich und zückten nach 2,5 Staffeln die rote Quoten-Karte. Wers allerdings mag das die meisten Hauptdarsteller noch nicht wahlberechtigt sind, sollte hier auf alle Fälle mal reinschauen.
5/10