Review

Diese bizarre Mischung aus Krankenhaus-Soap und Zombiestreifen mutet schon etwas bedenklich an und tatsächlich geht die Rechnung nur sehr eingeschränkt auf.
Was die Überspitzung der Figuren angeht, trifft man zuweilen zwar ins Schwarze, ein angestrebtes Lachen kann das aber bei weitem nicht auslösen. Schlimmer verhält es sich da jedoch mit den Zombie-Zutaten, denn hier versagt der Streifen auf ganzer Linie.

Die komplett in schwarzweiß dargebotene Handlung kann allenfalls zu Beginn Interesse erwecken, wenn ein Holzfäller mit Axt im Kopf ins Krankenhaus kommt und vom begehrten Arzt Dr. Dox behandelt wird. Doch Mauerblümchen und Krankenschwester Patsy Powers wird vom Axt-Patienten in die Hand gebissen und mutiert fortan zu einer attraktiven Frau, bei der die Typen Schlange stehen. Dabei fällt es ihr schwer, ihren körperlichen Verfall zu kaschieren, der nur durch Menschenfleisch aufgehalten werden kann. Das bekommt auch Schwester Goodie mit, die Verlobte von Dr. Dox, die zunehmend um ihre Position als Geliebte fürchten muss.

Keine Frage, die klischeebedingten Krankenhausfiguren werden treffend charakterisiert, nur fehlt bei alledem der Mut, ihnen etwas mehr als eine bloße Überzeichnung angedeihen zu lassen. So gibt es den alten, versoffenen Hausmeister, der der Zombiefizierung recht schnell auf die Schliche kommt, die resolute Oberschwester, den windigen Pfleger, ein zunächst mobbendes Schwesterntrio und den schönen Arzt, der sich arrogant gibt, weil er sich seiner Position bewusst ist.
Nur leider ergeben diese Zutaten mehr Soap als Zombiefilm, denn da kommt man lange Zeit über Intrigen, Annäherung und Rückzug, Schmachten und Eifersucht nicht hinaus und widmet sich folglich einer Dreiecksgeschichte, die überaus dialoglastig, aber völlig unspannend daherkommt.

Die wenigen Elemente, die lediglich entfernt an konventionelle Zombie-Zutaten erinnern, vermitteln eher das Bild einer ansteckenden Krankheit und nicht das blutrünstiger Untoter.
So wird zwei, drei Mal völlig unspektakulär gebissen, während in der Leichenhalle zumindest mal eine Hand oder ein abgetrennter Arm zum Vorschein kommt, wobei explizite Darstellungen bereits durch das Schwarzweiß stark gemindert werden.
Allerdings fehlt dem Geschehen jeglicher Erzählfluss, es mangelt an allen Ecken und Enden an Bewegung und nur während der letzten knapp fünf Minuten kommt überhaupt so etwas wie Suspense auf, denn der piano-lastige Score vereitelt in jeder Hinsicht ein temporeich erscheinendes Geschehen.

Was man der Produktion letztlich noch zu Gute halten kann, ist die versierte Kamera, die hin und wieder ein paar interessante Perspektiven liefert und stets auf Höhe des Geschehens ist.
Dem negativen Gesamteindruck kann diese Tatsache aber kaum entgegen wirken, ebenso wenig wie die solide agierenden Darsteller, deren Overacting nicht anzukreiden ist, weil es das Script halt so will.
Nur dieses hält am Ende eben eine langweilige Mischung parat, die mich persönlich zu keiner Zeit zum Schmunzeln animiert hat und trotz der knappen Laufzeit von 80 Minuten eher gähnende Langeweile auslöst.
Für eine Komödie viel zu zahm und für einen Zombiefilm viel zu unblutig,
3 von 10

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