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Im Ausland ist das Gesamtwerk von Sam Peckinpah weitaus besser erschlossen als in Deutschland, wo Meisterwerke wie "Pat Garrett jagt Billy the Kid" oder "Bring mir den Kopf von Alfredo Garcia" lediglich im Fernsehen hin und wieder ausgegraben werden. Zur Überbrückung der Wartezeit hat uns der Anbieter Concorde, Peckinpahs Agenten-Verwirrspiel und auch letzte Arbeit "Das Osterman Weekend" schon vor mehreren Monaten auf DVD veröffentlicht.

Die Geschichte des Films basiert auf einem Buch von Robert Ludlum, der auch die Vorlagen für die beiden "Bourne"-Verfilmungen mit Matt Damon schrieb.
Mit "Osterman Weekend" sind die regelmäßigen Treffen des Talkmasters Tanner (Rutger Hauer, "Blinde Wut") mit einigen seiner Freunde gemeint (einer von ihnen heißt Osterman). Der CIA-Agent Fassett (John Hurt) hält drei von Tanners Kumpels für Mitglieder einer kommunistischen Zelle und da wieder eines der traditionellen Treffen bevorsteht (in Tanners Haus diesmal), wird das Gebäude mit versteckten Kameras und Abhöranlagen ausgerüstet. In einem Psychoduell sollen die vermeintlichen Agenten enttarnt werden, aber das Vorhaben eskaliert schnell...

Weitaus komplexer als in dieser Kürze zusammengefasst, landete Peckinpah mit seinem "Osterman Weekend" nach längerer Arbeitspause ein üebrzeugendes Comeback, das leider viel schnell zu Ende war, denn er starb bereits ein Jahr später. Der würdige Abschluss seiner Karriere vermag zwar nicht ganz mit Peckinpahs früheren Meisterwerken mitzuhalten, aber gelungen ist die fährtenreiche Agentenstory auch dank der hervorragenden Besetzung allemal.

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