Review

Der deutsche Titel zergeht mal wieder auf der Zunge, der Film selbst ist allerdings nur ein Revisiting des bekannten WIP-Themes: Hinter schwedischen Gardinen nichts Neues. Präsentiert werden die üblichen "G´schichten aus dem Frauenlager", wie man sie schon in einem Dutzend anderer einschlägiger Streifen gesehen und erlebt hat. Es gibt notgeile Wärter, gemeinsames Damenduschen, ein wenig Auspeitschen, einen Catfight und die am Ende die obligatorische Flucht durch den Dschungel.

Hat man sich bei der zum Teil höchst konzeptlosen Handlung keinerlei Mühe gegeben, so kann der Film dennoch in Sachen Ausstattung und Atmosphäre punkten. Kommt nicht nur die tropische Hitze in jeder Sekunde durch die Bildschirmröhre durch, so ist "Escape From Hell" (OT) auch sehr aufwändig inszeniert worden und gehört in Sachen Production Values mit Sicherheit zu den Spitzenreitern des Genres. Regisseur Edoardo Mulargiá legte zudem eine ordentlich Leistung hin, was die Kamera-Arbeit und Inszenierung anbelangte.

Leider gehörte der Aufbau von Spannung und Dramatik nicht zu seinen Stärken, denn auch dieser Streifen zieht sich unnötig in die Länge, um daher nicht immer Unterhaltung auf hohem Niveau zu bieten. Dennoch ist "Escape From Hell" ein sehr sleaziges Werk geworden, denn wer die langatmigen Parts übersteht, bekommt in Gegenzug gekonnte Sexploitation fürs Geld. Natürlich sollte der letztgenannte Anteil überwiegen, aber genau deshalb war mir der Film auch "nur" 6 Punkte wert.

Das Zeugs zum Klassiker hat er nämlich knapp verfehlt, zumal eindeutig mehr drin gewesen wäre. Letztendlich nur für getreue Genrefans und ebensolche Komplettisten. Atmosphärisch besser als inhaltlich. Das Rad wird hier nicht neu erfunden.

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