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Spannender Thriller voller überraschender Wendungen mit Ben Affleck, der es endlich mal geschafft hat, einen seriösen harten Kerl zu spielen.

Affleck spielt den Autodieb Rudy, der gerade die letzten Tage seiner 5-jährigen Freiheitsstrafe absitzt. Sein Zellengenosse Nick erzählt ihm dauernd von einer Frau namens Ashley, die er nur als Brieffreundin kennt, und mit der er nach seiner Entlassung (er wird am selben Tag wie Rudy entlassen) zusammen leben will. Doch kurz darauf wird Nick bei einem Gefangenenaufstand getötet. Als Rudy dann bei seiner Entlassung auf Ashley trifft, will er erst gar nichts machen. Doch da er sich auch für diese Frau begeistern konnte, gibt er sich vor ihr als Nick aus. Es folgen ein paar Tage voller Spaß, Sex usw. Das endet aber abrupt, als plötzlich Ashleys Bruder mit ein paar Schlägern in ihrem Motelzimmer auftaucht. Sie wissen von Ashley, dass Nick mal Security Angestellter in einem Casino war, und henau weiss, wo das Geld aufbewahrt wird. Da sie Rudy für Nick halten, zwingen sie ihn, ihnen alle Informationen zu geben, die sie für einen Raubüberfall benötigen. Nach einigen erfolglosen Versuchen, die Bande davon zu überzeugen, dass er nicht Nick ist bzw. zu fliehen, willigt er ein. Doch ab dann merkt er, dass nicht jeder der ist, der er zu sein scheint.

Die Story ist ganz gut und liefert nicht nur ein gutes Maß an Spannung, sondern auch die Charaktere werden gut umgesetzt. Was aber auch an den guten Leistungen der Darsteller liegt. Ben Affleck schafft es, den harten Kerl zu spielen, Charlize Theron spielt Ashley, bei der man nie weiss, ob sie nun eine Gute oder eine Böse ist. Das lässt ihre Rolle richtig beängstigend rüberkommen. Und natürlich Gary Sinise als Ashleys Bruder, der natürlich alles mit Härte angeht.
Einziges Manko bei der Handlung, ist die mehr als überraschende und deswegen ziemlich unlogische (so was kann doch kein Mensch vorrausplanen; mehr wird aber nicht verraten) Wendung ganz am Ende des Films. Hier hätte man entweder einen anderen Schluss wählen sollen, bzw. den vorhandenen besser fundieren. Man hätte dann ein besseres Bild über Hintergründe dieser Wendung und könnte sie besser verstehen und auch akzeptieren.

Nun aber zu einem anderen Element des Films. Der Action. Zwar gibt es nicht sehr viel davon, genauer gesagt, zwei richtige (und nicht zu kurze) Actionsequenzen, die auch zu begeistern vermögen. Hier wurde auch auf Realismus geachtet. Es wird also aus Ben Affleck am Ende kein Rambo, der alle plattmacht. Vielmehr versucht er sich aus den Schiessereien rauszuhalten, damit sich die anderen gegenseitig erschiessen und er dann flüchten kann. Natürlich muss auch er am Ende mal jemanden killen, aber dann mit Raffinesse und auch mehr aus Notwehr heraus. Das bleibt natürlich nicht auf mildem Level. Nein, die Gewaltszenen sind doch recht hart (ist nicht ohne Grund ab 18), besonders als Affleck mit Darts beworfen wird, denkt man sich: Autsch! Doch eine Gewaltorgie sollte keiner erwarten, denn auch wenn der Film recht hart ist, ist die Gewalt kein dominierendes Element. Sie ist halt nur intensiv ins Bild gebracht.

John Frankenheimer hat es geschafft, all diese Elemente so zusammen zu fassen, dass man den Film von der ersten bis zur letzten Minute geniessen kann.

Fazit: Auf jeden Fall lohnenswerter Film, der Spannung, Emotion aber auch Action und somit was für jedermann bietet.
Das gibt satte 8/10 Punkte.

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