Review

*** SPOILERWARNUNG ***



Eine Serie von Frauenmorden erschüttert London. Die Polizei ist ratlos und bezieht Sherlock Holmes mitsamt dessen Partner Dr. Watson in die Ermittlungen mit ein. Steckt Holmes' Erzfeind Professor Moriarty hinter den Verbrechen?

Eine weitere Verfilmung nach der Vorlage von Sir Arthur Conan Doyle, diesmal wurden Teile aus den beiden Geschichten „Das letzte Problem“ und „Das leere Haus“ genutzt. Somit ist es nicht direkt eine Verfilmung einer Vorlage von Doyle, man nutzt diverse Versatzstücke aus den genannten Werken. Dies bedingt leider ein paar Freiheiten, die man sich bei der Inszenierung genommen hat. So ist die Geschichte rund um das Thema Hypnose nicht uninteressant, wie es auch das erneute Auftauchen von Holmes' Erzfeind ist. Da man sich aber auch aus der Vorlage „Das letzte Problem“ bedient, ist das Ende hier enttäuschend. Kein großer Kampf am Wasserfall, dem „Napoleon des Verbrechens“ wird beim Fluchtversuch eine abbrechende Rohrleitung zum Verhängnis. Bedenkt man die Figur als Gegenspieler, ist der Abgang geradezu billig.

Basil Rathbone und Nigel Bruce sind wieder in den bekannten Rollen zu sehen, der elfte Film der Reihe lässt beide recht routiniert zu Werke gehen. Dass Dr. Watson auch hier trotteliger als in den Vorlagen daherkommt bleibt etwas ärgerlich.
Insgesamt ist „Die Frau in Grün“ aber ein kurzweiliger Fall, wenn auch die Änderungen zu den Vorlagen nicht immer goutierbar sind und die Auflösung etwas unspektakulär und ohne die Finesse einer raffinierten Erklärung daherkommt. „Hab ein Gegenmittel genommen. Tadaa!“

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