Review

Auf den Drakes lastet ein Fluch. Seit ein Ur-Großvater der Drakes ein Blutbad unter Indianern am Amazonas angerichtet hat, sterben die männlichen Nachkommen immer an einem Herzinfarkt wenn sie 60 sind.
So auch Kenneth Drake, der noch kurz zuvor noch seinen Bruder Jonathan informiert und über Schrumpfköpfe berichtet. Jonathan reist zu seinem Bruder und erkrankt plötzlich kurze Zeit später.
Dann verschwindet auch noch der Kopf des toten Kenneth vor der Beerdigung und auch die Polizei beginnt in diesem mysteriösen Fall zu ermitteln.
Low Budget Trash in schwarz/weißen Bildern bekommt man hier serviert. Es muss noch vor meiner Pubertät gewesen sein, da habe ich den Film einmal spät abends im dritten Programm gesehen und war recht angetan (und hatte sogar ein recht gutes grusel Erlebnis). Heute ist das nicht mehr ganz so gültig, was aber nicht am Alter des Films, sondern eher an der leicht drögen Machart liegt.
Der Vorteil des Films ist, dass er gerade knapp über eine Stunde geht und eigentlich sofort loslegt. Es kommen also kaum Durchhänger zustande.
Die Rollen sind mit recht unbekannten Darstellern besetzt, die solide agieren und ab und an einen Ausreißer in Richtung overacting betreiben. Kamera und Soundtrack arbeiten unauffällig, ohne nennenswerte Highlights oder größere Schwächen. Die Inszenierung ist eben ein wenig Schema "F" und bietet keinerlei Innovation, sondern bewegt sich, wie so ziemlich alles bei diesem Film, in der Kategorie "solide". Den Kulissen und Szenen merkt man das Budget an. Drei bis vier verschiedene Handlungsorte und ein gerne wiederholt genommenes Waldstück reichen für die Geschichte aus.
Ab und an kann der Film aber stimmungsvolle Momente aufbauen und hat mit dem schaurig aussehenden Indianer Zutai wenigstens ein winziges Highlight. Der ermittelnde Polizist kommt schön nach Baukastenprinzip dem Täter auf die Spur, nachdem er seine Zweifel bzgl. Übersinnlichem über Bord geworfen hat.
Bleibt unterm Strich ein überaus durchschnittlicher Grusel-Streifen mit solide Inszenierung und ein paar charmanten Effekten. Die Thematik ist zwar ein wenig mit Voodoo und Untoten durchsetzt, aber die Schrumpfkopf-Thematik ist noch nicht ganz so "verheizt".  Auf Grunde der kurzen Laufzeit ein Streifen für ein Double-Feature, aber dann besser mit einem richtigen schwarz/weiß Klassiker im Anschluss. Dieser Film hier reicht eher zum Einstimmen, mehr nicht...

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