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Lange vor dem heutigen Computereffekte-Schnickschnack, bewies ein talentierter Horrorregisseur, dass man zeitlose Effekte auch ohne CGI erstellen kann und servierte uns ein paar der furchteinflößendsten Kreaturen der Filmgeschichte. Die Rede ist ganz klar von John Carpenter und seinem „Ding aus einer anderen Welt“. Bereits in den 50ern verfilmt, bastelte Carpenter aus der Körperfresserthematik einen Koloß des Horrorfilms, der auch heute noch Nackenhaare aufstellt.


Bemerkenswert ist „Das Ding“ besonders durch seine unheimliche Spannungskurve, welche unaufhörlich den ganzen Film durchstreift und durch das Mißtrauen der Hauptfiguren untereinander noch gestärkt wird, man weiß wie die Darsteller nie, welche Person nun von dem Alien angefallen wurde und das macht den Reiz des Filmes aus. Genauso verstörend, ist das geniale Make-Up der Monstrositäten, welche man so noch nie gesehen hat, für einen Film Anfang der 80er ein Meilenstein der Tricktechnik, mehr sei an dieser Stelle nicht verraten...

Die Kameraarbeit erinnert mit seinen weiten, kargen Schneelandschaften stark an die prächtige weite Prärie eines Sergio Leone. Interessant, da hier dessen Komponist Ennio Morricone für den Score verantwortlich ist. Morricone´s Handschrift kann man aber nicht erkennen, ist man doch sonst einprägsame Westernmelodien von ihm gewohnt. Carpenter zeigt auch gerne mal sekundenlang menschenleere Korridore und Räume, um damit eine gewisse Einsamkeit zu vermitteln.



Fazit:

„Das Ding“ hat es in sich: Derbe Effekte, nervenzerfetzende Spannung und ein sehr pessimistisches Ende, machen hier einen wahren Genreleckerbissen aus, welcher sich auch heute noch sehen lassen kann. Absolute Pflichtlektüre des Horrorkinos!

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