Für was steht der Name John Carpenter? Spannung? Action? Science Fiction? Eigentlich doch für alles zusammen oder? Jedenfalls trifft dies auf diesen Carpenterklassiker zu. The Thing floppte zwar zu seiner Zeit, da E.T. gerade der große Renner war, aber dieser Horrorschinken besitzt ebenfalls Klasse.
Zur Story: 1982: Eine einsame amerikanische Forschungsstation in der Antarktis, besetzt mit 12 Mann. Die Atmosphäre ist friedlich und gelassen, bis eines Tages ein Helikopter über der Station hin und herfliegt. Die Männer verfolgen einen Schäferhund und versuchen ihn zu töten. Als die Besatzung der Einrichtung bedroht wird, wird in Notwehr geschossen und die beiden Helikopterflieger sind tot. Der Hund wird mit in die Einrichtung genommen. Unwissend, dass dieser einen Organismus in sich trägt, der andere Lebewesen befällt und sie unter seine Kontrolle bringt. Die befallenen Körper mutieren innerhalb einer Stunde zu schrecklichen Monstern und schon bald traut keiner mehr dem anderen. Wer könnte infiziert sein?
Ich als großer Horrorfilmfan muss sagen, dass The Thing wohl einer der besten Filme ist, die dieses Genre je hervorgebracht hat. Er ist spannend, die Effekte sind doch wohl eindeutig grandios gemacht (das Beste ist ja, dass sie alle nicht mit Computer gemacht wurden, sondern allesamt Puppen sind) und die Schauspieler sind auch nicht zu verachten. Mit Sicherheit ist The Thing einer der besten Filme von John Carpenter, dem wir ja auch Halloween verdanken (seine beiden besten Filme wie ich finde). Die Spannung wird vor allem durch die grandiosen Effektszenen hervorgehoben, denn wenn im Film in einem Crewmitglied das Ding ausbricht bekommt man schon einen heftigen Schock (eben noch ganz ruhig, in der nächsten Sekunde wachsen auf einmal Tentakel aus dem Körper, aber hier sei schon genug verraten). Die Monsterszenen sind nicht von Dauer, aber dafür unglaublich effektiv. Der Ekelfaktor ist hier auch etwas hochgeschraubt worden. Aber sie dienen hier nur dem kurzweiligen Schock um die Atmosphäre nicht zu zerstören und nicht dem Gore - Ausdehnungs - Vergnügen, wie die damaligen Horrofilme aus Italien. Die Angst zwischen den Protagonisten, die sich gegenseitig nicht trauen wurde von dem damaligen New Comer - Regisseur Sam Raimi auch in seiner Zombiestreifentrilogie Evil Dead verwendet. Aber hier ist es noch viel effektiver! Die Musik von Ennio Morricone, dem wir ja auch die Musik zu Once Upon A Time In The West verdanken hat hier einen einmaligen Score geschaffen, der die Atmosphäre vorantreibt.
Als Fazit kann ich nur schreiben: Besorgt euch diesen Streifen, wenn ihr ein Horrorfilmherz habt und seht ihn euch in einem dunklen Zimmer an, ich sage euch: es lohnt sich! 10 von 10 Punkten.