Review

Auf einer arktischen Forschungsstation der Amerikaner ereignet sich ein Zwischenfall.
Norweger verfolgen einen Schlittenhund und versuche ihn zu töten, kommen dabei selber um. Die Amerikaner schicken ihren Piloten zur norwegischen Forschungsstation, der dort herausfindet, das die Norweger ein Ufo im ewigen Eis gefunden haben.
Der Pilot des Ufos war allerdings nicht tot und hat die Fähigkeit, alle Lebensformen zu imitieren. Schnell verbreitet sich Misstrauen unter den 12 Amerikanern aus, da niemand mit Sicherheit sagen kann, ob schon jemand aus dem Team von "dem Ding" infiziert ist...

Herr im Himmel, was hat Carpenter da nur geschaffen?!
Selbst heute, mehrere Jahrzehnte nach der Premiere des Films, hat das Machwerk nichts an seiner Faszination verloren.
Wo fängt man an?
Die Darsteller sind durchweg superb gewählt, allen voran Carpenters Kumpel Kurt Russel als Helipilot und noch viele andere Akteure, die immer wieder in Carpenter Streifen auftauchen.
Jeder füllt seine Rolle gelungen aus, man ist nie sicher welches Spiel gespielt wird. Jeder könnte das Ding sein. Hier gibt es volle Punktzahl!
Die Kameraarbeit ist nur als exzellent einzustufen!
Neben Stimmungsvollen Kamerafahrten und Perspektiven wird immer wieder gekonnt die Enge und Klaustrophobie der Forschungsstation eingefangen oder die Spannung mit bestimmten Einstellungen und Andeutungen in die Höhe getrieben. Absolut sehenswert!
Carpenter ist ja bekannt dafür, seine Soundtracks selber zu schreiben (wer kennt nicht das bekannte Halloween Thema), aber hier hat er auf den Meister überhaupt zurückgegriffen, Ennio Morricone. Dieser hat, ganz im Carpenter Stil, einen unheimlichen Soundtrack mit sehr unterschwelliger Bedrohung geschaffen.
Hier passt der Spruch, weniger ist mehr, und alleine durch die reduzierte Instrumentenauswahl, wird die Stimmung stets passend unterstrichen.
Carpenter inszeniert gewohnt hervorragend, läßt den Zuschauer nie in langweiligen Warteschleifen hängen, aber gibt genug Spielraum, um die Charaktere genügend "anzureißen" und diese nicht als 08/15 Kanonenfutter zu verbraten.
Die Ausgewogenheit zwischen ruhigen Momenten, Aktion und Bedrohung ist sehr gut dosiert und gibt keinen Grund zur Klage. Der Spannungsbogen steigt zu Beginn langsam an und nimmt mit voranschreitender Laufzeit ständig an Fahrt zu, je mehr Forscher dezimiert werden.
Kommen wir zum letzten Punkt, den Effekten.
Auch hier durfte wohl aus dem Vollen geschöpft werden. Die total abgefahrenen Monsterkreationen sind schon einzigartig, hier hat die Fantasie der F/X Leute mal richtig ausgelebt werden dürfen. Dazu sind die Effekte (egal ob die der Kreaturen oder der Matte Paintings) immer noch unglaublich gut. Selbst einige neuere CGI Effekten sieht man die Künstlichkeit sofort an. Bei The Thing ist aber noch alles "handgemacht" und deshalb sehen die Effekte auch heute noch 1A aus. Über ein oder zwei kurze "cheesy" Einstellungen mag man da großzügig hinwegsehen. An sonsten ist hier eine top Arbeit abgeliefert worden, auch angesichts der Ausleuchtung, die teilweise mehr von dem Wesen erahnen läßt, als das man sieht (was oft gar nicht so schlecht ist, so ekelig, wie manche Kreaturen aussehen).
Als Fazit bleibt im Grunde nur der Spruch vom Werbeplakat, der nie passender war: The ultimate in alien terror.
Hier stimmt einfach alles, der Film ist eine absolute Genreperle und  für mich auf einer Stufen mit der Alien-Reihe. Dazu ist der Film exzellent gealtert und kaum ein anderer Genrebeitrag kam auch nur annähernd an The Thing.
Schade das der Film wohl ziemlich an der Kinokasse gefloppt ist. Einerseits waren die Effekte wohl zu heftig, dazu lief gerade E.T. sehr erfolgreich in den Kinos, das absolute Gegenteil zu Carpenters Außerirdischem. Über die Jahre hinweg hat The Thing allerdings ständig an Fans dazugewonnen und kann im Genre inzwischen als Kultfilm betitelt werden.

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