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Die US-Regierung enthält aus dem Weltall einen DNS-Code und entschließt sich, diesen zu verwenden. Die Kreatur, die sie dabei schaffen kann jedoch entkommen und hinterlässt auf seiner Suche nach Paarung eine blutige Spur in Amerika. Nun liegt es an einem Team aus einem Agenten, einem Medium und drei Wissenschaftlern die Kreatur, die mittlerweile das Aussehen einer Frau angenommen hat zu fangen und zu vernichten.

Nachdem Ridley Scotts "Alien" und anschließend James Camerons "Alien - Die Rückkehr" enorme Erfolge feiern konnten und über die Jahre zu Kultfilmen avancierten, war dutzenden Monster-Sci-fi und Horrorfilmen Tür und Tor geöffnet. "Species" ist ein weiters dieser Werke und fällt zunächst einmal durch seine erschreckend stereotype Handlung auf. Die Exposition ist dabei noch einigermaßen solide und die Idee mit dem DNS-Code aus dem Weltraum ist auch relativ neu, aber alles was danach kommt ist absolut vorhersehbar und kalkulierbar. Nicht nur die Handlung entspricht dem Klischee, auch die Charaktere sind frei nach diversen Horror-Film-Klischees gestrickt, womit "Species" in der Masse diverser Monsterfilme hoffnungslos untergeht. Vor allem zum Ende hin zieht sich die Jagd nach der Bestie zu sehr in die Länge und der Film verstrickt sich immer weiter in den Beziehungen der Monster-Jäger untereinander und der zunehmend eintöniger werdenden Monster-Hatz. Alles in allem ist die Story schwach und ziemlich einfallslos.

Nachdem er mit "Cocktail", "White Sands" und "Gateway" bereits drei eher durchschnittliche bis unterdurchschnittliche Spielfilme in die Kinos brachte und auch ansonsten kaum neue Ideen liefern konnte, ist Regisseur Roger Donaldson im Prinzip der optimale Mann für dieses einfallslose, hoch budgetierte B-Movie. Er zeigt bei seiner Regie kaum Eigenironie, mit der man langweilige Horrorfilme in der Regel wenigstens noch ein bisschen schmackhafter machen kann. Anfangs spielt er die ordentliche Grundidee noch solide aus und baut eine einigermaßen düstere und dichte Atmosphäre auf, die aber wegen der hohen Ideenlosigkeit zum Ende hin kaum aufrechterhalten werden kann. Darüber hinaus setzt er vor allem beim Finale zu viele Spezial-Effekte ein, die darüber hinaus sehr billig und statisch aussehen und den Film noch mehr wie ein billiges B-Movie wirken lassen. Die Filmmusik ist zwar relativ geschickt, aber auch gute Musik- und Ton-Effekte können den kalkulierbaren Horrorfilm kaum noch über das Mittelmaß hinaushelfen. Mit "Dante`s Peak" und "Der Einsatz" lieferte Donaldson auch nach "Species" größtenteils Durchschnittsfilme.

Das einzige, was den Film wenigstens ansatzweise von einem billigen B-Movie unterscheidet sind die namenhaften und überzeugend spielenden Darsteller. Oscar-Preisträger Ben Kingsley spielt seine Rolle als Mitarbeiter der US-Regierung, der die Fehler der Regierung wieder ausbügeln muss überzeugend und passt mit seiner gefühlskalten und trockenen Art perfekt in die Rolle. Michael Madsen ist nach "Reservoir Dogs" und "Thelma and Louise" mal wieder die Coolness in Person und ist als Agent durchaus überzeugend, auch wenn man ihn eher aus Gangster-Rollen kennt. Natasha Henstridge spielt ihre erste Kinorolle ebenfalls überzeugend und ist in der Rolle, als Frau verkleideten Bestie sehr gut aufgehoben. Darüber hinaus geizt sie nicht mit ihren Reizen und agiert mit der richtigen Mischung aus Charme und Diabolismus. Oscar-Preisträger Forest Whitaker kann als grenzdebiles Medium ebenfalls überzeugen, genauso wie Alfred Molina in seiner Nebenrolle. Der übrige Cast ist ebenfalls gut.

Fazit:
Mit einer erschreckend kalkulierbaren und ideenlosen Story und einer eher spannungslosen Umsetzung ist "Species" ein mittelmäßiger Horror-Film, den wohl nur die ganz harten Fans diverser Monster-Filme mögen werden. Einzig und allein die guten Darsteller sorgen dafür, dass zumindest die erste Hälfte des Films gut unterhalten kann.

45%

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