Nach solchen Monster-Massakern wie "Predator" und "Aliens" kommt mit "Species" nun die erotische Variante daher. Und diese Variante ist echt nicht übel...
Ein paar behämmerte Wissenschaftler haben von Aliens deren DNS-Code zugeschickt bekommen. Natürlich haben die Wissenschaftler um Xavier (Ben Kingsley) nichts besseres zu tun, als diesen Code mit dem der Menschen zu kreuzen. Heraus kommt ein junges Mädchen (Dawson's Creek-Schnalle Michelle Williams) namens Sil. Doch dann entscheiden Xavier und seine Kumpels, dass die Sache mit dem Klonen doch nicht so eine gute Idee war und wollen Sil vergasen. Die denkt aber nicht daran, vergast zu werden, und bricht natürlich aus. Darum trommelt Xavier ein Team zusammen, dass Sil vernichten soll. Darunter sind Kopfgeldjäger Lennox (Michael Madsen) und Biologin Laura (Marg Helgenberger). Schließlich verpuppt sich Sil zu einer jungen Frau (Natasha Henstridge) und will sich nun mit einem Mann paaren, um ihre außerirdische Brut am Leben zu erhalten...
Michael Madsen (Kill Bill Vol. 2) spielt hier einen Kopfgeldjäger. Diese Rolle passt zu ihm und er spielt sie auch gut. Marg Helgenberger (Bad Boys) mimt den weiblichen Part des Hunter-Teams. Forest Whitaker (Panic Room) und Alfred Molina (Spider-Man 2) ergänzen dann das Team als schüchternes Medium und notgeiler Professor. Ben Kingsley (Schindlers Liste) spielt Wissenschaftler Xavier, der an dem ganzen Fiasko erst Schuld ist. Natasha Henstridge (Keine halben Sachen) gibt hier ihr atemberaubendes Debüt und spielt die Rolle des Alien Sil in der Menschengestalt. Ein wenig wirkt sie wie Jahre später Kristanna Loken in "T3", auch wenn die beiden sich unterscheiden.
Größtenteils besteht "Species" aus einer Verfolgungsjagd, die Regisseur Roger Donaldson (Der Einsatz) gut inszeniert hat. Im Gegensatz zu "Aliens" und "Predator" gibt es in "Species" dank Natasha Henstridge auch eine Prise Erotik, was den Film auch verschönert. Der Film kann auch ein paar nette und brutale Sequenzen vorweisen. Dazu gehören u.a. jene Szenen, wo Hentridge einen Mann küsst und dann ihre Alienzunge dessen Hals durchbohrt, und wo einer Discobesucherin die Wirbelsäule herausgerissen wird. Trotz Hilfe des Rechen-Bimbos enttäuscht das Finale etwas, auch wenn es nicht total schlecht geraten ist.
"Species" ist ein netter Film für Zwischendurch oder einen kurzlebigen DVD-Abend für sabbernde, pubertäre Jungs.