Ein Perversling mästet fettleibige Weiber vor laufender Kamera zu Tode und bietet ihr Ableben im www. an. Ein beherzter Internet-Bulle meint: "Die fetten Jahre sind vorbei!"...
Soviel zur Story von FEED - dem australischen "Großen Fressen" mit deutlichen Gonzo-Porno-Einschlägen.
Ihr wisst ja, ich bin kein Mann großer Worte, deshalb fall ich einfach mal mit der Tür ins Haus:
Spannung? - Nö.
Action? - Nein.
Humor??? - Ä ä.
Bestialisch abstoßende Darstellungen von menschlichen Abgründen? - Hmm... langsam wird's wärmer.
Aukey, zur Sache: Ihr erinnert euch doch bestimmt noch alle an den fetten Typen aus "Sieben", der so lange gemästet wurde, bis er platzte, und wo dann Brad Pitt fast an dem Eimer Kotz erstickt ist.
Hier, bei FEED, läuft das alles ein bisschen anders ab, auch wenn sich der Film merklich bemüht, sämtlichen "Wood Nymph"-Phantasien ein möglichst molliges Gesicht zu verpassen und dabei genau so "dirty", düster und klebrig wie z.B. "Sieben" daher zu kommen.
Hier lassen sich die Weiber freiwillig vollstopfen, da Fettleibigkeit für sie, wie für ihr Publikum und ihren "Peiniger", ein natürliches, aber von der Gesellschaft missbilligtes Schönheitsideal darstellt.
Okay, persönliche Vorstellungen von Schönheit mal bitte beiseite schieben (ein bisschen mollig kann meiner Meinung nach auch ganz geil sein)...,
...wenn sich hier aber ein 300 Kilo Fassl nackt und mit 50 Rettungsringen behangen lasziv auf dem Bett räkelt, dann ist das einfach nur noch *bäh* (vom gesundheitlichen Aspekt mal ganz abgesehen...).
FEED ist also eindeutig in der Perverso-Fetisch-Ecke zu platzieren. Nahrungsmittelzufuhr mittels Magensonde, Fressen bis zum Erbrechen, Fettleibigkeit bis zur kompletten Bewegungsunfähigkeit etc. selbstverfreilich inklusive. Wem's gefällt...
Ich für meinen Teil fand FEED aber weder krass bzw. eklig genug, um wirklich zu schocken,
noch konnte ich in den vielen Ekel-Szenen (= ein monströs fettes Chick im Wabbel-Modus) Spuren von Unterhaltungspotential festmachen.
Wer also unterhaltsamen Hardcore-Ekel á la "Nekromantik" erwartet, ist hier auf dem komplett falschen Dampfer.
Wer aber möchtegern-derbem, in seiner Wirkung aber komplett belanglosem "Kotz mir beim Ficken in die Fresse und reich mir anschließend den Schweinshax'n-Saft!"-Kino etwas abgewinnen kann, kann schon mal einen vorsichtigen Blick riskieren.
Mein Fazit aber eindeutig:
"Siehst du die beiden Moppel dort? Sie sind ein Grund zum Doppelmord!"
Ödes, für den Mainstream nicht tragbares Fäkal-Kino ohne nennenswerte, im Gedächtnis haftenbleibende Szenen.
In gewisser Weise aber durchaus der "fetteste" Film, den ich je geseh'n hab...