Review

Besonders erfreulich an Feed ist, dass er einfach anders ist als andere Werke dieser Art und das obwohl er offensichtlich auch seine Vorbilder hat - zumindest was die Story betrifft. Keine stereotypen Figuren, keine Schwarz-Weiss-Malerei. Der "Held" ist keineswegs ein "Pfadfinder", er selbst hat die eine oder andere nicht ganz normale sexuelle Neigung und erforscht die merkwürdigen Triebe anderer. Solche Kleinigkeiten halten einen Film durchaus frisch! Die Optik ist für einen "kleinen" Film wirklich sehr gut, die Schnitte rasant und ungewöhnlich. Über den ganzen Film kommt keine Langeweile auf, obwohl eigentlich nicht immer etwas passiert - Feed ist auf eine merkwürdige Weise faszinierend und hält den Zuschauer so und durch den einen oder anderen Ekel-Effekt bei der Stange. Das wirklich gut inszenierte Finale ist ein packendes Psychoduell zwischen dem kaputten Ex-Cop und dem Yuppie-Psycho das in aller Ausführlichkeit zelebriert wird und beinahe ein Drittel des ganzen Films in Anspruch nimmt.

Ich würde sagen, das hat man so noch nicht gesehen und wer Filme mag die nicht nach Schema-F gedreht sind und sich mit 08/15 Themen auseinander setzen sollte sich diesen kleinen,bösen Film auf keinen Fall entgehen lassen.

Guten Appetit : 8 Punkte

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