Review

Feed ist garantiert ein Film, der wegen seiner Thematik sicherlich für Aufregung sorgt und die Filmfangemeinde teilt.

Für die einen ist es ein exzellent gefilmter und umgesetzter Thriller, und für die anderen ist es ein widerlicher Tabu-Brecher, der zu unangenehm ist, als dass man ihn konsumieren kann..

Beide "Lager" haben irgendwie recht.
Deshalb sollte sich jeder ein Bild von dem Film selbst machen.

Ganz offensichtlich cool ist die Optik des Streifen und der verfremdende Einsatz von Farbfiltern.
Vom Style und von der Schnitt-Technik her erinnert Feed an so manche adrenalinfördernde CSI: MIAMI-Sequenz.

Der rabenschwarze und sehr überraschende Schluss ist dann wie das Sahnehäubchen dieser gelungen entsetzlichen Tour der Perversion.

Fazit:
Ist trotz der Thematik einigermaßen mainstreamig inszeniert worden, damit wird den Zuschauer der Zugang erleichtert, die sich normalerweise nicht mit solchen "sicken" Filmen konfrontieren.
Natürlich ist es ratsam, den Psychothriller nicht mit "Sieben" oder dergleichen in einen Topf zu werfen.
Feed ist da unangenehm realistischer geraten als andere Genre-Filme dieser Art.
Dies liegt vor allem daran, dass die Inszenierungsweise so geschickt genutzt wird, dass es keinerlei heldenhafte Identifikationsfiguren gibt. Sowohl der "böse Bube" als auch der "gute Bube" reagieren und agieren aus ähnlich soziopathischen Motivationen heraus.
Eines ist sicher, Feed bleibt im Gedächtnis und regt zu heftigsten Diskussionen an.
Unangenehmer aber mitreissender Sick-Thriller, der weit in der Oberliga mitspielen kann.

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