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Dieser preiswerte australische Sickie beschreibt einen Ekel erregenden Fetisch, den es tatsächlich gibt! Eingangs wird sogar noch oben drauf Bezug genommen auf den deutschen Fall des Penis bratenden Chatroom-Kannibalen! Natürlich ist unterm Strich kein so abstoßender und zugleich faszinierender Trip wie bei NEKROMANTIK rausgekommen, aber zumindest wird der abwegige Tick hier durch den charismatischen Sonderling wesentlich besser artikuliert. Wenn wir aber die meiste Zeit nur dabei zusehen, wie die adipöse Frau mit ihren (nach Gummi ausschauenden) Fettmassen rumliegt wie ein weiblicher Jabba the Hutt, dann ist das einseitig und der Spannung nicht allzu förderlich. Dass das Mästen zum gezielten Tod führen soll und dass der Detective im Schlafzimmer ebenfalls kein Kind von Traurigkeit ist, das ist dann doch weit hergeholt.

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Kranker, aber intelligent erzählter Fetischthriller, der einige extrem ekelerregende Szenen zu bieten hat und sich zum Ende hin extrem zuspitzt. Moralistisch und extrem gesellschaftskritisch wird die Frage geklärt, inwiefern es Recht ist, diverse Tendenzen auszuleben, auch wenn man damit das Leben eines Menschen zerstört. Falls es sogenannte Feeder wirklich gibt, die ihre Frauen mästen, um sie willenlos zu machen, dann wäre das wirklich beängstigend. Ein Film der gegen die Schönheitsnorm pochen will, aber im gesamten zu überspitzt um eine wahre, richtige Intention setzen zu können. Ein genialer und faszinierender Film, für den man aber einen guten Magen braucht. Als Abendunterhaltung mit Chips garantiert nicht geeignet, denn hier werden 300 Kg Damen mit dem Fett einer Toten durch einen Trichter zwangsernährt. Durchaus kein Film zum Öfterssehen, aber durchweg spannend erzählt, um zu faszinieren.(8/10)

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