Regisseur Joseph B. Vasquez übernahm zugleich die Hauptrolle des mittelprächtigen Gangsterbosses "Tito" in diesem semi-professionell inszenierten aber durchaus stimmigen Actiondrama aus den New Yorker Bronx. Zwar bietet die schlichte Bandenkrieg-Story keine Neuerungen für das gebeutelte Genre, dennoch bietet sie einen soliden Rahmen für teilweise doch recht blutige Schusswechsel, bei welchen gern auch mal mitten ins Gesicht geschossen wird. Ja selbst ein Arm wird mittels Buschmesser während des eskalierenden Bandenkrieges vom Torso getrennt! Einzig auf Explosionen und größere Zweikämpfe muss man hier leider verzichten, was in Sachen Abwechslung doch etwas schade ist!
Gewaltmäßig gehts im "Bronx War" also schonmal ganz solide ab, so daß B-Freunde durchaus aufmerksam aufsehen könnten - wären da nicht die bestenfalls durchschnittlichen (Laien)Darsteller (Vasquez gehört noch zu den besseren, zusammen mit Andre "Cesar" Brown) und die trotz literweise Kunstblut ziemlich öde choreographierten Shoot-Outs. Beides zieht den ansonsten angenehm anzusehenden, schnörkellosen und realistisch trostlos inszenierten Streifen hart ins immerhin noch gesicherte Mittelmaß, schade!
Warum "Bronx War" zu Beginn mit einem Einführungsmonolog über das immer akuter werdende Drogenproblem im Big Apple mahnt, bleibt angesichts des in dieser Hinsicht völlig unkritisch bleibenden und das Thema nur rudimentär streifenden Filmes unklar.