Ein Film über Liebe, Sexualität und die verschiedenen Möglichkeiten und Wege, diese auszuleben. Aufgeteilt in 8 Kapitel zeigt "Anemonis" dieses Thema in verschiedensten - menschlichen - Wegen.
Der österreichische Independentfilm arbeitet mit einfachsten technischen Mitteln und bis auf wenige Ausnahmen, scheinen auch die Darsteller aus der "Laienecke" geholt worden zu sein. Die Dialoge bzw. Monologe werden allerdings ansprechend präsentiert. Vor allem aber wird mit den einfachen technischen Mitteln das Maximum an Wirkung heraus geholt. Natürlich fehlen die technischen Feinheiten und Ton und Bild "sehen und klingen" nicht wie in einer Hollywood-Produktion, doch scheint das Herz der Filmemacherin bei dem Film dabei zu sein.
Die acht Episoden, die von homosexueller Liebe (auch innerhalb des Islam) über Asexualität auch von Sodomie erzählen, werden ruhig aufbereitet. Einige Male fallen zwar einzelne darstellerische Leistungen negativ aus und mancher Dialog klingt etwas zu sehr nach "Papier" aber insgesamt ein interessantes Seherlebnis mit engagiertem Hintergrund.