VENOM, produziert von Slasher-Rejuvenator Kevin Williamson und realisiert von Jim Gillespie, dem Regisseur des originalen „I Know What You Did Last Summer“, protz die schaurig neblige Sumpfatmosphäre seiner louisianischen Handlungsgefilde erstickend dicht auf die Leinwand. Die Cajun Hölle, kaum ein Setting der US-Gegenwart scheint trefflicher, für den schlichten, aber wahrscheinlich gerade deshalb so ausgezeichnet funktionierenden Spuk, den das genreerfahrene Team über seine, wie gehabt, jugendlich ahnungslosen Protagonisten hereinbrechen lässt. Eine alte Voodoo-Priesterin kutschiert – aus auch nach elaborierten Erklärungsversuchen nie wirklich nachvollziehbarem Grund – einen absolut garstigen, seelenfressenden Dämon durch die Gegend, und wird in einen schweren Unfall verwickelt. Der Unhold befreit sich aus seiner zersplitterten Zauberkiste und ergreift gleich von dem ersten Menschen Besitz, der der Alten zur Hilfe eilt. Ein besonders glücklicher Umstand für den Dämon, dass jener welche auch ohne Schwarze Magie ein wahrhaft gigantischer, recht furchteinflößender Bloke ist. In seiner neuen Hülle frönt der Dämon nun selbstverständlich seiner innigsten Passion. Den von Williamson selbst definierten Gesetzen des Slashers folgend, meuchelt der Besessene die letzten Jugendlichen der Sumpfgemeinden, die zu blöd oder einfach noch nicht flügge genug waren, um sich in eine Großstadt zu verkrümeln. Und als die zu ahnen beginnen, dass ihnen eine dunkle Macht das Fleisch von den Knochen reißen will, ist die alte Priesterin längst schon nicht mehr von dieser Welt – und niemand hat einen Plan, wie dem Dämonen beizukommen sei. VENOM rockt sein dünnes Sujet schnell und heftig zum wirklich gelungenen Finale, und darf – ohne es zu renovieren oder aufzuwerten – als ordentlicher Beitrag zum Genre betrachtet werden.