Eine alte Voodoopriesterin hat wegen ein paar Teenagern einen Unfall mit Rays Truck. Beim Versuch sie zu retten öffnet sich eine Kiste. Voodooschlangen werden befreit, die das pure Böse in Form von 12 Seelen toter Schwerverbrecher in sich tragen. Diese nisten sich in dem wehrlosen Ray ein, kurz bevor er ertrinkt. Mit neuen Kräften und den Teufelsschlangen bewaffnet beginnt der Untode Ray nach und nach die Bewohner der Kleinstadt zu dezimieren. Die einzige Chance scheint die Tochter der Voodoopriesterin zu sein, aber kann sie Ray wirklich aufhalten?
Wer jetzt anhand des Filmtitels denkt Venom wäre mal wieder ein Monsterhorrorvertreter mit Kriechtieren in der Hauptrolle, wird sich hier eher wundern. Die Schlangen spielen kaum eine Rolle, sondern sind nur dazu da die Story zu kickstarten. In ihnen wurde mittels Voodoo die Geister von ein paar richtig bösen Jungs transferiert (was Voodod nicht alles kann, Donnerwetter). Der von ihnen gebissene Ray mutiert zu einem Schlangenzombie, oder sowas ähnliches, und meuchelt sich fortan durch das kleine Kabuff Backwater.
Venom ist ein reintrassiger Slasher mit Backwood Anleihen in den stimmungsvollen Sümpfen Louisianas. Erwartungsgemäß erfindet der Film das Genre nicht neu, ist aber allein durch seine recht kurze Laufzeit ziemlich temporeich inszeniert. Die Story ist altbekannt, wir haben unsere Standardgruppe and Teenagern, die aber erfreulicherweise nicht allzu nervende ausgefallen ist, eine lange Lebensdauer haben sie sowieso nicht und wer das final Girl wird, steht ja bereits fest nachdem das erste mal ihr Name gesagt wird, sie heißt Eden und da gibts doch diese alte Geschichte in einem noch älteren Buch, von wegen Paradies, Sündenfall usw.
Nachdem wir zu Beginn dann die gröbstens Klischeecharaktere etabliert haben und uns durch das übliche Teenie Liebesschmachtgeblubber kämpfen mußten, dreht nach dem eher ruhigen Beginn die Spannungsschraube ordenlich an, und der verwandelt Ray räumt ziemlich kreativ unter den Jungspunden auf, ich kann mich jedenfalls nicht erinnern, das in einem Horrorfilm jemand mit einem Sandstrahler das Gesicht neu gestaltet wurde, auch wenn das Ergebnis der eigenen Vorstellungskraft übrig gelassen wird. Venom ist zwar gelegentlich recht hart, aber ein richtiges Schlachtfest ist es auch nicht geworden. Die Kills sind recht abwechslungsreich ausgefallen, da ist man als Horrorfan ja fast schon zufrieden.
Die Darsteller sind dabei ziemliche Nonames, aber im Rahmen der Anforderung aushaltbar, blamieren tut sich niemand. Dazu gibts die eerie Location der nächtlichen Sümpfe, die über die nicht gerade innovative Handlung hinweg trösten können. Die Kamera leistet auch recht gute Arbeit, so daß man Venom als guten Durchschnitt kategorisieren kann, wer Horror mag, wird hier nicht enttäuscht.
6/10