Heinzi Bösel (Josef Hader), ein kleinbürgerliches Ekel, und Kurt Fellner (Alfred Dorfer), ein Yuppie-Streber, reisen als lnspektoren des Gast- und Hotelgewerbes durch die österreichische Provinz. Aus der anfänglichen Feindseligkeit wird Freundschaft. Paul Harathers mit etlichen Preisen dekorierter Film war auch bei uns ein Publikumsrenner - trotz deutscher Untertitel für die wüstesten Dialekt-Passagen ...
Wobei mein norddeutsches Weib dennoch erhebliche Verständnisschwierigkeiten hatte.Das Bild war gar nicht so schlecht,aber der Ton ist in bester Moser-Tradition vernuschelt und in niederösterreichischem Idiom gehalten.Da helfen eben auch keine übersetzten Einblendungen (trotzdem schöne Idee ).
"Indien " ist eine stille intelligente Komödie (oder besser Tragikomödie?),die ohne plumpes frauen- oder schwulenfeindliches Gedönse á la " deutsche Comedians" auskommt.Und wenn ja mal Klamaukklischees aufgegriffen werden,dann kommt sofort die unerwartete intelligente Wendung hinterher.Der Humor ist dabei tiefschwarz und treffend auf den Punkt gebracht (" ich kann nicht sterben,ich bin reine Materie").Eine kleine Warnung sei noch angefügt,die Österreicher haben wirklich so etwas wie "Todessehnsucht"(man betrachte nur die Liedermacher Ludwig Hirsch oder André Heller oder in der Literatur Josef Roth).Für Normaldeutsche ist "Indien" nur bei guter Laune zu empfehlen,ansonsten besteht akute Depressionsgefahr!