Inhalt:
China während der Ming-Dynastie..., inmitten einer Phase, als Mord und Gewalt immer mehr zunehmen.
"Su Wo" Lung I Chi (Ku Feng) ist der Herr der Tiger-Burg, von der aus eine Vielzahl von Verbrechen ausgeht..., Silber-Konvoys werden ausgeraubt..., und Lung hat ein Interesse daran, junge Schwertkämpfer, die seiner Macht entgegenstehen, zu demütigen und auszuschalten.
Wieder wurde ein Silber-Konvoy ausgeraubt, und die Wachmänner brutal getötet.
Die Schuld wird dem edlen Schwertkämpfer Lei Li (David Chiang) in die Schuhe geschoben..., und im darauf folgenden Duell mit Lung unterliegt der junge Mann, da Lung mit seinem dreiteiligen Nunchaku unüberwindlich ist! Lung lässt jedoch Lei Li am Leben..., Lei muss sich aber den rechten Arm abschlagen, und dem Kampf für immer abschwören! Und so geschieht es...
Lei Li fristet nunmehr, von Depressionen geplagt, sein Dasein als Kellner für einen Gastwirt (Wong Ching Ho) in der Provinz. Auch die Tochter eines Schmieds, die aparte Pa Yu (Li Ching) kann Lei Li kaum aus seiner Lethargie herausholen....
Da taucht eines Tages ein weiterer Schwertkämpfer auf..., Feng Chun (Ti Lung)..., dieser will das Unrecht bekämpfen, dass von der Tiger-Burg auszugehen scheint.
Sein Ruf eilt ihm voraus..., und Feng, der mit Lei Li Freundschaft schließt, soll in die Tiger-Burg gelockt werden, damit Lung ihn ausschalten kann.
Durch dessen Schergen Chen Chun Nan (Chen Hsing) wird die Kunde verbreitet, dass in der Tiger-Burg ein Fest gegeben wird, für die Schwertkämpfer der ganzen Region. Feng geht darauf ein..., und tappt somit in Lung´s Falle....
Als Feng getötet wird..., bricht Lei Li seinen Schwur, niemals zu kämpfen.......
Fazit:
"Man müsste 3 Schwerter haben!"...., dieses Zitat ist wohl eines der berühmtesten in der Historie des Eastern.
"Das Schwert des gelben Tigers" setzte hinsichtlich des Action-Genres neue Maßstäbe..., es ist zudem der allererste Eastern, der je in Deutschland gezeigt wurde..., und dies im Jahr 1973, noch bevor auch Bruce Lee in Deutschland für Furore sorgte.
"Das Schwert des gelben Tigers" ist somit ein Eastern von historischer Bedeutung..., und gilt auch als "Mutter" aller Filme des "Iron triangle" Chang Cheh/Ti Lung/David Chiang! Und das zurecht..., denn hier wird all dies zelebriert, was diese Streifen ausmachte.
Der Männerbund..., eines der größten Eastern-Duos aller Zeiten, kernige, blutige Fights, reichlichst heroic bloodshed..., und das alles eingebettet in eine einfache Rache-Story mit Figuren voller brüchiger Männlichkeit.
All das bietet "Das Schwert des gelben Tigers"..., ein Mann, excelent von David Chiang dargestellt, dessen Stolz gebrochen wird..., der in Depression fällt, den nicht eine Frau wieder aufbaut, sondern die Freundschaft zu einem Mann. Dieser wird natürlich von den alten Feinden liquidiert..., und unser Held greift erst dann wieder zur Waffe, um blutige Rache zu nehmen.
All das zeigt dieser Streifen in kompakter Form, stringent von der instinktsicheren Regie Chang Cheh´s durchgezogen, und stilbildend für viele nachfolgende Streifen des Genres.
Und all diese Elemente dienen einem Ziel, in das der Film natürlich münden muss: Blutige Gewalt, in einem legendären Show-Down..., zelebriert in einer der berühmtesten Kulissen Shaw´s..., einer gigantischen Holzbrücke.
David Chiang und Ti Lung agieren kongenial als Duo, sie spielen ihre Figuren gekonnt. Vor allem David nimmt man seine depressive Haltung ab.
Ku Feng brilliert einmal mehr als skrupelloser und hier zynischer villain....: "Ich bin erschüttert, wie kann ein junger Mann sein Leben nur so wegwerfen!" meint er, als Ti Lung vertikal durchgeschlagen wird. Das ich nicht lache! ER hat ihn doch auf dem Gewissen!
Die Stamm-Garde Chang Cheh´s ist um dieses Trio herumgebaut..., agiert solide, mehr brauchen sie nicht... Chen Hsing, Wang Kwang Yu, Tang Yen Tsan, Wang Chung, Cheng Lui usw.
Li Ching spielt das niedliche Mädchen..., sie ist durchaus mehr als nur Beigabe, sie spielt ihre Rolle wirklich sehr gut..., sie macht David Mut...., der aber erst durch den feigen Mord an Ti Lung an Motivation gewinnt.
Quintessenz ist die Gewalt..., die sich hier exzessiv entlädt. Hundert Männer stellen sich David Chiang im Show-Down entgegen..., mit nur einem Arm, mit dem Schwert, mäht sich David durch die Reihen, fährt eine blutige Ernte ein. Zuvor werden Körper zerteilt, Gliedmaße abgetrennt, und das Blut spritzt durch die Gegend.
Die Fights sind hart, blutig, klar aber eben auch etwas unrealistisch..., die paar Flugeinlagen wirken heute etwas lächerlich. Die Darsteller verstehen, ihre Waffen zu handhaben, vor allem Ku Feng, mit seinem dreiteiligen Nunchaku..., David kann sich gerade noch so wegrollen, und Ku Feng schlägt mit seiner Waffe durch den Brückenboden...., das ist natürlich Dramatik pur!
"Das Schwert des gelben Tigers" ist längst ein Klassiker des Genres, verdientermaßen die "Mutter" aller Filme des legendären Trios vor und hinter der Kamera.
Sehr empfehlenswert, noch heute! Sehr gute 9/10 (der Abzug ist einer gewissen fehlenden Realistik im Show-Down geschuldet) sind der verdiente Lohn!